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Klimaziele gegen Freihandel : Das steckt hinter dem Palmöl-Streit mit Indonesien

Von zweifelhaftem ökologischen Nutzen: Palmfrüchte auf der indonesischen Insel Sumatra. Bild: Reuters

Die EU will kein indonesisches Palmöl mehr importieren. Dabei schlittert sie in ein Dilemma zwischen Klimapolitik und Handelsinteressen – und Indonesien zeigt sich kämpferisch.

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          Der weltgrößte Hersteller von Palmöl will sich nicht mit einem drohenden Verbot in Europa abfinden. Indonesien warnt derzeit auch andere Regierungen des südostasiatischen Staatenbundes Asean, ihre Verbindungen mit den Europäern auszubauen, solange das Ringen um Palmöl nicht ein Ende findet. Die indonesische Außenministerin Retno Marsudi erklärt nun in einem Schreiben an die anderen Asean-Staaten, die europäische Palmöl-Politik hindere das größte Land des Bundes an einer strategischen Einigung im Dialog mit den Europäern.

          Christoph Hein

          Wirtschaftskorrespondent für Südasien/Pazifik mit Sitz in Singapur.

          Hendrik Kafsack

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Alle Verbindungen zwischen Indonesien und der EU würden überprüft mit Blick auf die diskriminierende Politik der EU, heißt es da. Der Brief ist Sprengstoff, kommt er doch genau zu dem Zeitpunkt, an dem die EU dem Freihandel mit Singapur, dem Asean-Vorzeigestaat, grünes Licht gibt. Die EU lässt keine Gelegenheit aus, darauf hinzuweisen, dass dieser Handelsvertrag der Einstieg in den Freihandel mit dem gesamten Asean-Bund werden solle.

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