https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/dritte-corona-welle-merkel-mahnt-auf-hannover-messe-17289542.html

Hannover Messe : Merkel: Dritte Corona-Welle „vielleicht die härteste“

  • Aktualisiert am

Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Termin in Berlin (Archivbild) Bild: dpa

Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, mahnt die Kanzlerin bei der Eröffnung der Hannover Messe. Im Kampf gegen die dritte Welle setzt sie vor allem auf Tests und Impfungen. Die Wirtschaft leide derzeit unterschiedlich stark.

          1 Min.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel will zur Eindämmung des anhaltenden Anstiegs der Corona-Infektionen vor allem auf Tests und Impfungen setzen. „Wir müssen sagen, dass diese dritte Welle für uns vielleicht die härteste ist“, sagte die CDU-Politikerin am Montag zur Eröffnung der digitalen Industrieschau Hannover Messe. Die Infektionszahlen seien aktuell viel zu hoch, die Auslastung der Intensivstationen nehme wieder zu. Um die Welle zu brechen, sei „die wichtigste Waffe, die wir haben, das Impfen“, betonte Merkel. „Und das Testen hilft uns, eine Brücke zu bauen, bis das Impfen wirkt.“

          Die weitere Wirtschaftsentwicklung hänge entscheidend davon ab, inwieweit die Ansteckungen möglichst schnell unter Kontrolle gebracht werden können, erklärte die Kanzlerin. Sie forderte ein gemeinsames Vorgehen auf der Welt zur Pandemiebekämpfung. „Denn selbst eine schnelle Impfung unserer Bevölkerung ist noch keine Garantie dafür, dass sich weltweit nicht auch weitere Virusmutationen verbreiten, gegen die unsere Impfstoffe dann nicht mehr oder weniger gut wirken.“ Auch der Zugang von ärmeren Ländern zu den Impfstoffen sei von globaler Bedeutung.

          Gleichzeitig müsse Europa mit Blick auf internationale Lieferketten widerstandsfähiger werden, sagte Merkel. Es sei wichtig, die Unabhängigkeit Deutschlands und Europas strategisch zu stärken – auch bei der Produktion der Corona-Impfstoffe. Das bedeute jedoch nicht, die Zusammenarbeit mit anderen Wirtschaftsräumen einzuschränken.

          Die weitere Wirtschaftsentwicklung hänge entscheidend davon ab, inwieweit das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle gebracht werde. Die deutsche Wirtschaft sei derzeit zweigeteilt, sagte Merkel. „Die Industrie erweist sich in dieser Krise als sehr robust. Der Dienstleistungssektor hingegen leidet stark unter den Einschränkungen.“

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wirft Russland vor, seine Gasleitungen zur Erpressung zu nutzen.

          Die Nacht in der Ukraine : Selenskyj wirft Moskau Erpressung mittels Gas vor

          Gazprom will Ende August den Gasfluss durch Nord Stream 1 für drei Tage einstellen. Die russische Luftwaffe will über der annektierten Halbinsel Krim Drohnen abgeschossen haben. Und die Ukrainer spenden ihrer Armee bessere Satellitenbilder. Der Überblick
          Bundeskanzler Olaf Scholz bei seiner Aussage vor dem Untersuchungsausschuss in Hamburg.

          Cum-ex-Affäre : Die Glaubwürdigkeit des Kanzlers

          Am Ende wird Scholz die Affäre selbst wohl kaum gefährlich werden. Aber wem zu entscheidenden Vorgängen die Erinnerung fehlt, dessen Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel.
          Eine junge Demonstrantin mit der Zahl «43» auf ihrer rot gefärbten Hand nimmt an einer Kundgebung nach der Entführung der 43 Studenten teil. (Archiv)

          43 vermisste Studenten : Mexikos Ex-Generalstaatsanwalt festgenommen

          Der Fall der 2014 verschleppten und ermordeten Lehramtsstudenten hatte Mexiko erschüttert. Jesús Murillo Karam war damals für die Ermittlungen verantwortlich. Nun wird ihm das Verschwindenlassen von Menschen und Folter vorgeworfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.