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Draghi-Berater Giavazzi : „Es gibt kein spezifisches Italien-Problem“

Francesco Giavazzi berät den italienischen Ministerpräsidenten Mario Drahi. Bild: Picture Alliance

Francesco Giavazzi, der einflussreichste Ratgeber von Mario Draghi, versucht zu beruhigen: Die EU-Kommission stelle sicher, dass Italien auf Reformkurs bleibe. Gleichzeitig lasse sich mit dem Brüsseler Geld Sinnvolles finanzieren.

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          Er ist der wichtigste Berater und ein langjähriger Weggefährte des italienischen Ministerpräsidenten Mario Draghi: Der 72 Jahre alte Ökonom Francesco Giavazzi wurde an den Regierungssitz des Palazzo Chigi berufen, als Draghi vor gut einem Jahr dort sein Amt antrat. Sie stehen sich seit mehr als vierzig Jahren nahe, arbeiteten zum Beispiel schon in den Neunzigerjahren gemeinsam an den Privatisierungen Italiens. Weil Italien an den Finanzmärkten wieder unter Druck geraten ist, ergreift Giavazzi im Gespräch mit der F.A.Z. nun das Wort.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

          Er verteidigt Italiens finanz- und wirtschaftspolitische Glaubwürdigkeit, die wieder Kratzer bekommen hat, seit die Europäische Zentralbank (EZB) Zinserhöhungen und das Auslaufen der Anleihekäufe ankündigte. Italienische Staatsanleihen und auch viele Aktien des Landes haben deutlich an Wert verloren, auch wenn sich zuletzt wieder etwas Entspannung einstellte, weil die EZB Maßnahmen gegen größere Zinsabstände („spreads“) in Aussicht stellte.

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