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Europäische und amerikanische Börsen : Dow-Jones-Index überspringt die Marke von 10 000 Punkten

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An den europäischen Börsen sorgten erfreuliche Unternehmensergebnisse für gute Stimmung unter den Investoren. Die richtungweisenden Indizes stiegen zum Teil um mehr als 2 Prozent. Der Dax erreichte ein Jahreshoch.

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          An den europäischen Börsen sorgten erfreuliche Unternehmensergebnisse für gute Stimmung unter den Investoren. Die richtungweisenden Indizes stiegen zum Teil um mehr als 2 Prozent. Der Dax erreichte ein Jahreshoch. Der Chemiekonzern BASF hatte mit seinem Ergebnis für das dritte Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. J.P. Morgan Chase, zweitgrößte amerikanische Bank nach Bilanzsumme, berichtete einen siebenfach höheren Gewinn von 3,59 Milliarden Dollar für das dritte Quartal. Zudem hatte sich der Rückgang der chinesischen Exporte im September verlangsamt, wie die chinesische Zollbehörde mitteilte. Die Lieferungen Chinas in die Vereinigten Staaten und die EU stiegen auf den höchsten Wert seitdem die Exporte im vergangenen November einbrachen. Für den Euroraum-Index Euro Stoxx 50 ging es knapp 2,5 Prozent aufwärts auf 2951 Punkte.

          In Frankfurt stieg der Dax um 2,45 Prozent auf 5854 Punkte und damit auf ein neues Jahreshoch. BASF kletterten 7,4 Prozent, nachdem das Unternehmen auf eine "langsame" und "fragile" Erholung der Branche hingewiesen hatte. Aktien von Infineon, Europas zweitgrößtem Halbleiterhersteller, gewannen 4 Prozent nach den guten Vorgaben von Intel. ThyssenKrupp und Salzgitter profitierten von steigenden Metallpreisen. Die Aktien verteuerten sich um 3,7 Prozent und um 2,6 Prozent. Der britische FTSE 100 legte in London knapp 2 Prozent zu auf 5256 Punkte. Bergbauwerte waren gefragt nachdem die Metallpreise stiegen. Rio Tinto gewannen 5,3 Prozent. Dem Konzern gehören Anteile den beiden weltgrößten Kupferminen. Aktien von Man Group, dem größten börsennotierten Hedge-Fonds-Anbieter, verteuerten sich 3,3 Prozent nach einer Kaufempfehlung von Morgan Stanley. Aktien des Pharmakonzerns Glaxo Smith Kline stiegen um 1 Prozent. Analysten der UBS setzten ihre Anlageempfehlung auf "Kaufen" und begründeten dies mit einem Vorsprung für das Medikament Advair. Der Schweizer Index SMI lag in Zürich 1,34 Prozent im Plus bei 6406 Punkten. Logitech, der weltgrößte Hersteller von Computermäusen, profitierte von der zuversichtlichen Intel-Prognose. Der Aktienkurs stieg um knapp 3,1 Prozent. Der französische CAC 40 in Paris gewann 2,1 Prozent auf 3883 Punkte. Crédit Agricole verteuerten sich um 4,1 Prozent. Die Bank teilte mit, sie werde 3 Milliarden Euro an Staatshilfen zurückzahlen.

          Die Geschäftszahlen von J.P. Morgan und Intel haben den Börsen in New York einen Schub gegeben. Der Dow-Jones-Index überwand zum ersten Mal seit einem Jahr die Marke von 10 000 Punkten und schloss 1,5 Prozent höher auf 10015,86 Zähler. Der breiter gefasste S&P-500 kletterte im um 1,8 Prozent auf 1092 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 1,5 Prozent auf 2172 Punkte. An der New York Stock Exchange wechselten am Mittwoch rund 1,34 Milliarden Aktien den Besitzer. 2268 Werte legten zu, 767 gaben nach und 84 blieben unverändert. 472 Titel verzeichneten neue Hochs, 2 neue Tiefs. tim. /Bloomberg/Reuters

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