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Nach Sexismus-Vorwürfen : Dorothee Bär will in Ludwig-Erhard-Stiftung bleiben – unter zwei Bedingungen

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitales Bild: dpa

Dorothee Bär wollte raus aus der Ludwig-Erhard-Stiftung, weil ihr Vorsitzender Roland Tichy mit „sexistischen Äußerungen“ auffiel. Der dankt nun ab. Nun will es sich die Digitalministerin noch mal überlegen.

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          Es ging turbulent zu in letzter Zeit in der Ludwig-Erhard-Stiftung in Bonn, als erst mit Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) ein prominentes Gesicht seine Mitgliedschaft kündigte und dann der Stiftungsvorsitzende Roland Tichy seinen Rückzug von der Spitze bekanntgab. Die Personalien hängen zusammen: Bär hatte aus Protest gegen Tichy gehandelt, weil dieser, wie sie es ausdrückte, in seinem Magazin „Tichys Einblick“ „frauenverachtende und in höchstem Ausmaß sexistische Äußerungen“ über die Berliner SPD-Politikerin Sawsan Chebli veröffentlicht hatte.

          Maja Brankovic

          Redakteurin in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, zuständig für „Der Volkswirt“.

          Mit seinem Abgang will die Ministerin es sich jetzt noch mal überlegen. Unter zwei Umständen würde sie in der Stiftung bleiben, sagte sie der F.A.S. „Erstens spielt für mich eine Rolle, wer den Vorsitz nach Herrn Tichy übernimmt.“ Ginge es nach Bär, solle ihm eine Person folgen, die tatsächlich „für die Werte und Ideale“ des legendären Wirtschaftsministers einsteht. Außerdem fordert sie eine bessere Zusammenarbeit der Stiftung mit dem Ludwig-Erhard-Zentrum in Fürth.

          Das Zentrum wurde 2018 eröffnet, das Verhältnis zu „den Bonnern“ gilt als angespannt. Die Initiative in Fürth leiste einen großen Beitrag dazu, an den Vater der Sozialen Marktwirtschaft zu erinnern, meinte Bär. Es sollte deshalb „im ureigenen Interesse“ der Stiftung sein, die Kooperation zu vertiefen.

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