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„Es wäre ein Wunder“ : Dieser Republikaner schreibt Amerikas Steuerreform ab

  • Aktualisiert am

Orrin Hatch leitet den Finanzausschuss des Senats. Bild: Reuters

Die Gesundheitsreform hat Donald Trump nicht hinbekommen. Und auch für die Steuerreform sieht es schlecht aus, sagt ein führender Republikaner - das liege an seiner Partei.

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          Scheitert nach der Gesundheitsreform auch die vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump in Aussicht gestellte Steuersenkung? Die Zweifel wachsen offenbar und werden nun auch öffentlich lauter. Nun hat sich der wichtige Vorsitzende des Finanzausschusses des amerikanischen Senats aus der Deckung gewagt und Klartext gesprochen: Orrin Hatch hält die Unternehmenssteuerpläne von Präsident Donald Trump für kaum realisierbar, sagte er.

          Der Republikaner sagte, Trump wolle die Körperschaftssteuer von derzeit offiziell 35 Prozent auf 15 Prozent verringern - und meinte: „Das ist sehr unwahrscheinlich.“

          Tatsächlich „wäre es in der Tat so etwas wie ein Wunder, wenn wir sie auf 25 Prozent oder weniger runter brächten“. Er selbst sei dafür, den Satz auf ungefähr 20 Prozent zu verringern. Doch alleine eine Senkung auf „sagen wir mal maximal 25 Prozent“ wäre bereits eine grundlegende Veränderung. „Das wäre toll.“ Aber so wie es stehe, könne man sich glücklich schätzen, „wenn wir sie überhaupt gesenkt bekommen“.

          Auch wenn es um die Bemühungen um eine Änderung der unter Trumps Vorgänger Barack Obama verabschiedeten Gesundheitsreform geht, sie der führende Republikaner Hatch keine Fortschritte. Die Senatoren seien zu gespalten, als dass sie weiter an einer Überholung des Gesetzes arbeiten könnten, sagte er. „Es herrscht einfach zu viel Feindseligkeit.“

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