https://www.faz.net/-gqe-93l9y

Regulierung im Energiesektor : Ermittlungen gegen Trumps früheren Berater Icahn

  • Aktualisiert am

Amerikas Justiz hat Ermittlungen gegen Finanzinvestor Carl Icahn (hier im Fernsehinterview von 2014) aufgenommen. Bild: Reuters

Carl Icahn hat in seiner Zeit als Berater von Präsident Trump im Energiesektor etliche Vorschläge auf den Tisch gelegt. Nun wird bekannt, dass einige vor allem seinem Raffinerie-Konzern CVR Energy nutzten.

          Die amerikanische Justiz ermittelt gegen den milliardenschweren Investor und ehemaligen Berater von Präsident Donald Trump, Carl Icahn. Es geht um Icahns Empfehlungen zu Vorgaben zur Zusammensetzung von Treibstoffen während seiner Zeit als Präsidentenberater, wie am Mittwoch (Ortszeit) aus einer Mitteilung seines Unternehmens Icahn Enterprises an die amerikanische Börsenaufsicht SEC hervorging.

          Trump hatte seinen langjährigen Unterstützer Icahn zum Sonderberater für die Deregulierung gemacht. Mitte August gab Icahn überraschend seinen Rücktritt bekannt. Er begründete dies damals damit, dass der -Senat mit Neomi Rao inzwischen eine offizielle Regulierungsbeauftragte eingesetzt habe.

          Icahns Berufung war von einigen Demokraten heftig kritisiert worden, weil sie die Gefahr eines Interessenkonflikts des Investors bei seiner Beratertätigkeit sahen. Für Unmut sorgte insbesondere Icahns Empfehlung vom Februar, die Vorgaben für den Anteil des Bio-Kraftstoffs Ethanol in Treibstoffen zu lockern. Kritiker warfen Icahn vor, dieser Vorschlag nutze insbesondere seinem Raffinerie-Konzern CVR Energy.

          Der Bundesstaatsanwalt von Manhattan, Joon Kim, verlangte nach Angaben der SEC nun von Icahn Enterprises Informationen über die Treibstoff-Regulierung und Icahns Einfluss darauf als Trumps Berater.

          Icahn Enterprises sagte der Justiz seine Zusammenarbeit zu und hob hervor, dass der Staatsanwalt keine Beschwerde oder Anklage gegen Icahn eingereicht habe. „Wir glauben nicht, dass diese Untersuchung eine materielle Auswirkung auf unsere Aktivitäten, unsere finanzielle Lage, unsere Geschäftsergebnisse oder unseren Finanzfluss haben wird“, hieß es in der Unternehmenserklärung weiter.

          Weitere Themen

          Als die Grenze fiel Video-Seite öffnen

          August 1989 : Als die Grenze fiel

          Die Welt hat lange stillgestanden an der ungarisch-österreichischen Grenze. Bis zum 19. August 1989. Dann, vor 30 Jahren, platzte zwischen Fertörákos und Mörbisch eine Nahtstelle des Eisernen Vorhangs – mit weitreichenden Folgen für die Region und ganz Europa.

          Topmeldungen

          Jeder hat sein Kreuz zu tragen: Matteo Salvini am Strand auf Sizilien.

          Italienische Regierung : Ohne den Segen des Papstes

          Italiens Innenminister Salvini gibt sich gerne als gläubiger Christ. Damit hat er den Zorn Franziskus’ auf sich gezogen – und am Ende auch den des scheidenden Ministerpräsidenten Conte.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.