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Wer wird Wirtschaftsberater? : Trump zieht diesen früheren Microsoft-Manager in Betracht

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Chris Liddell kümmert sich im Weißen Haus derzeit um strategischen Initiativen der Regierung Trump. Bild: dapd

Wer wir der neue oberste Wirtschaftsratgeber des amerikanischen Präsidenten? Mehrere Namen machen die Runde. Einen hat das Weiße Haus nun bestätigt.

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          Der ehemalige Microsoft-Manager Chris Liddell könnte der Nachfolger von Gary Cohn als oberster Wirtschaftsberater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump werden. Trump ziehe Liddell für den Posten in Erwägung, sagte ein Vertreter des Präsidialamts nachdem amerikanische Medien darüber berichtet hatten.

          Liddell hat als Finanzchef für den Softwarehersteller Microsoft und den Autohersteller General Motors gearbeitet. Dies mache ihn zu einem attraktiven Kandidaten, hieß es; Trump hat bislang für wirtschaftspolitische Positionen häufig Personen aus der freien Wirtschaft eingestellt, Cohn war beispielsweise die Nummer zwei der Investmentbank Goldman Sachs.

          Abgekühltes Verhältnis

          Der 59 Jahre alte Liddell wiederum hat in seiner Karriere an Projekten wie der Modernisierung der Informationstechnologie oder elektronischen Gesundheitsdaten gearbeitet. Dabei war eine enge Zusammenarbeit mit Regierungseinrichtungen nötig.

          Die Suche nach einem neuen Chef-Wirtschaftsberater wurde nötig, nachdem Cohn seinen Rückzug angekündigt hatte. Der frühere Spitzenbanker nannte zwar keinen konkreten Grund für seinen Abschied nach etwas mehr als einem Jahr im Weißen Haus. Allerdings ist bekannt, dass er die von Donald Trump auf den Weg gebrachten Strafzölle ablehnt. Außerdem hat sich das Verhältnis der beiden abgekühlt, nachdem Cohn Trumps Reaktion auf die rechten Randale in der amerikanischen Stadt Charlottesville im vergangenen Sommer kritisierte.

          Liddell scheint amerikanischen Medienberichten zufolge derzeit der aussichtsreichste Kandidat für den Posten des obersten Wirtschaftsberaters zu sein. Ein Grund dafür sei auch, dass er bereits als Mann für strategische Initiativen der Regierung im Weißen Haus arbeitet.

          Andere Namen, die gelegentlich genannt werden, sind Trumps Handelsberater Peter Navarro - er selbst sagte allerdings gegenüber dem Finanzdienst Bloomberg, nicht auf einer entsprechenden Auswahlliste des Präsidenten zu stehen. Und auch der Name des konservative Fernsehmoderators Larry Kudlow macht derzeit die Runde.

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