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Trump über Zölle : „Ich habe mich noch nicht entschieden“

  • Aktualisiert am

Präsident Donald Trump Bild: AFP

Trump relativiert seine Pläne für weitere Zollerhöhungen gegen China – und will sich mit Staatschef Xi treffen. Amerikanische Aktien verzeichnen die stärksten Verluste seit Monaten.

          Der amerikanische Präsident Donald Trump hat seine Pläne für höhere Zölle auf fast alle verbliebenen Importe aus China relativiert. „Ich habe diese Entscheidung noch nicht getroffen“, sagte er am Montag vor Reportern. Als nächster Schritt sollen sich bei einer Anhörung im Juni Experten zu dem Vorhaben äußern können. Trump hatte die Zollerhöhung in der vergangenen Woche angedroht.

          Trump sagte außerdem, er wolle am Rande des Gipfels der großen Industrieländer (G20) Ende Juni  mit Staats- und Parteichef Xi Jinping reden.

          Der eskalierende amerikanisch-chinesische Handelskonflikt hat die Anleger an den Aktienmärkten am Montag vergrault. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 2,38 Prozent bei 25 324,99 Punkten. Mit einem höheren Tagesverlust war der Leitindex zuletzt am 3. Januar 2019 aus dem Handel gegangen. Der breit gefasste S&P 500 fiel am Montag um 2,41 Prozent auf 2811,87 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 sackte gar um 3,46 Prozent auf 7324,13 Punkte ab. Damit endete der Index mit dem höchsten Tagesminus seit Anfang Dezember.

          Die Pläne sehen höhere Zölle auf Einfuhren aus China im Wert von rund 300 Milliarden Dollar (268 Milliarden Euro) vor. „Das ist eine riesige Menge Geld, die in unser Land kommen würde“, sagte Trump und bekräftige damit seine Annahme, wonach Zölle von den exportierenden Ländern bezahlt werden. Tatsächlich zeigen Untersuchungen, dass die Zölle vor allem amerikanische Bürger treffen: Unternehmen, die chinesische Waren importieren, geben die zusätzlichen Kosten zumindest teilweise an ihre Kunden weiter.

          Trump hatte nach Angaben des Handelsbeauftragte Robert Lighthizer in der vergangenen Woche angeordnet, das Verfahren für die nächste Zollerhöhungsrunde einzuleiten. Nun soll der Plan Thema einer öffentlichen Anhörung am 17. Juni sein. Bis dahin können beispielsweise Bürger, Diplomaten und Handelsverbände ihre Stellungnahmen zu dem Vorhaben einreichen.

          Der Handelskonflikt zwischen den Amerika und China hatte sich zuvor weiter hochgeschaukelt. Auf die jüngsten Zollerhöhungen Amerikas im Wert von 200 Milliarden Dollar reagierte China mit der Ankündigung weiterer Strafabgaben. Peking setzte sich damit über eine Warnung des Präsidenten hinweg. Er hatte China aufgefordert, von „Vergeltung“ abzusehen.

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