https://www.faz.net/-gqe-992kb

Freihandel : Trump ändert seine Meinung

  • Aktualisiert am

Amerikas Präsident Donald Trump Bild: AP

Der Austritt aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP war eine der ersten Amtshandlungen von Präsident Trump. Doch angesichts des Handelsstreits mit China erwägt er nun eine 180-Grad-Wende.

          Amerikas Präsident Donald Trump fasst eine mögliche Rückkehr der Vereinigten Staaten zum transpazifischen Freihandelsabkommen TPP ins Auge. Trump habe seinen Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Wirtschaftsberater Larry Kudlow angewiesen, diese Option zu prüfen, sagte am Donnerstag seine Sprecherin Lindsay Walters in Washington.

          Sie machte aber deutlich, dass eine Neuverhandlung über TPP die Voraussetzung sei. Geprüft werden solle, ob es möglich sei, „ein besseres Abkommen“ mit den anderen Pazifikanrainerstaaten auszuhandeln.

          Elf verbleibende Mitglieder

          Sollte Trump tatsächlich zu dem Freihandelsabkommen für den pazifischen Raum zurückkehren, wäre dies eine 180-Grad-Wende. Er hatte das Abkommen mit elf anderen Staaten als eine seiner ersten Amtshandlungen nach seinem Antritt im Januar 2017 aufgekündigt. Die Vereinbarung war unter seinem Vorgänger Barack Obama in jahrelangen Verhandlungen erzielt worden. Eines ihrer Hauptziele war es, dem wachsenden wirtschaftlichen Einfluss von China im Pazifikraum entgegenzusteuern.

          Bei einem Treffen Trumps mit Parlamentariern und Gouverneuren am Donnerstag im Weißen Haus hoben Teilnehmer der Zeitung „Washington Post“ zufolge hervor, dass ein Wiederbeitritt zum TPP den Vereinigten Staaten in ihrem aktuellen Handelsstreit mit China helfen könnte.

          TPP war 2016 von den zwölf Staaten unterzeichnet worden. Zum Zeitpunkt von Trumps Amtsantritt war das Abkommen aber noch nicht in Kraft. Die elf verbliebenen Mitglieder verhandelten neu über das Abkommen und unterzeichneten dann Anfang März in der chilenischen Hauptstadt Santiago eine reduzierte Variante mit dem Namen CPTPP. Die Mitgliedsländer Australien, Kanada, Chile, Japan, Mexiko, Neuseeland, Malaysia, Peru, Singapur, Vietnam und Brunei wollen damit einen gemeinsamen Markt mit 500 Millionen Einwohnern schaffen.

          Weitere Themen

          Schweizer Regierung stutzt ihre Wachstumsprognose

          Konjunktur : Schweizer Regierung stutzt ihre Wachstumsprognose

          Die internationalen Handelskonflikte und eine schwächere Weltwirtschaft hinterlassen ihre Spuren. Nach den Briten und den Franzosen senkt in dieser Woche nun auch die Schweiz ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2019.

          Drohnen-Angriff sorgt für Ölpreis-Anstieg Video-Seite öffnen

          Saudi-Arabien : Drohnen-Angriff sorgt für Ölpreis-Anstieg

          Nach den Drohnenangriffen auf zwei Ölanlagen in Saudi-Arabien wird mit einem Anstieg der Ölpreise gerechnet. Die Angriffe verschärfen die angespannte Lage in der Golfregion und führten zum Einbruch der Ölproduktion in Saudi-Arabien.

          Airbus-Chef Faury warnt vor Flugzeugzöllen

          Handelskonflikt : Airbus-Chef Faury warnt vor Flugzeugzöllen

          Der schwelende Konflikt könnte sich auch auf die Luftfahrtbranche auswirken. Airbus-Chef Guillaume Faury sieht vor allem kurzfristige Zölle aus Amerika kritisch. Auswirkungen auf Bestellungen für das Jahr 2019 erwartet der Franzose allerdings nicht.

          Topmeldungen

          Klage vor Supreme Court : John Majors Verachtung für Boris Johnson

          Der frühere Premierminister John Major ging zu seiner Amtszeit nicht mit Samthandschuhen vor. Doch Boris Johnsons Mittel gehen ihm zu weit. Deswegen hat er sich der Klage gegen die Beurlaubung des Parlaments angeschlossen.
          Unser Sprinter-Autor: Felix Hooß

          F.A.Z.-Sprinter : Plötzlich kleinlaut

          Trump, Netanjahu und Johnson kennt man großspurig. Doch plötzlich zögert Trump, kämpft Netanjahu um sein politisches Überleben und muss sich Johnson vor dem Supreme Court rechtfertigen. Alles Wichtige steht im F.A.Z.-Sprinter.
          Die Talkrunde zum Thema Klimapolitik bei Frank Plasberg

          TV-Kritik: Hart aber fair : Die Realität der Zwickmühle

          Die Klimapolitik ist so verzwickt, dass es den üblichen Verdächtigen kaum noch gelingt, Einsicht in das Notwendige oder gar Verhaltensänderungen zu erreichen. Tatsächlich sehen einige das Format der Talkshow als Pranger für üble Phantasien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.