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DIW-Präsident : Fratzscher wirbt für Weidmann als neuen EZB-Chef

  • Aktualisiert am

Marcel Fratzscher, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Bild: dpa

Bundesbank-Präsident Weidmann könnte Mario Draghi als EZB-Präsident nachfolgen. Auch DIW-Präsident Marcel Fratzscher hält ihn für einen guten Kandidaten.

          Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat sich für eine Kandidatur des Bundesbank-Präsidenten Jens Weidmann für den Chefposten bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. Weidmann sei ein „hervorragender Kandidat, der über viel Erfahrung verfügt“, sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher der „Augsburger Allgemeinen“. „Es würde der EZB gut tun“, fügte der DIW-Chef hinzu. Auch der CDU-Wirtschaftsrat sprach sich vor kurzem für Weidmann aus.

          EZB-Präsident Mario Draghi tritt Ende Oktober ab. Mehreren Kandidaten werden Chancen auf seine Nachfolge nachgesagt, darunter neben Weidmann auch den Chefs der französischen beziehungsweise finnischen Zentralbank. Mit Manfred Weber (CSU), der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker beerben will, gelten indes gleich zwei Deutsche als Anwärter auf EU-Spitzenposten.

          Da unwahrscheinlich ist, dass beide Ämter mit Bundesbürgern besetzt werden, dürften Weidmanns Chancen dann steigen, wenn Weber nicht Kommissionschef wird. Weidmann, der auch in den Reihen der CDU Rückhalt genießt, sitzt der Deutschen Bundesbank seit 2011 vor. Als deren Präsident sitzt er im Rat der EZB und gilt dort als Kritiker der aktuellen lockeren Geldpolitik der Notenbank.

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