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Direktbanken : DAB will nächstes Jahr Geld verdienen

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Auch die dritte der großen Direktbanken schreibt rote Zahlen. Angesichts der aktuellen Börsenlage schlägt sich die DAB aber ganz gut.

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          Der Direktbroker Direkt Anlage Bank (DAB) hat vor dem Hintergrund der andauernden Börsenschwäche seinen Verlust im zweiten Quartal 2001 gegenüber dem Vorquartal leicht ausgeweitet und damit ein Ergebnis im Rahmen der Analystenschätzungen erreicht.

          Der Verlust nach Steuern liegt im abgelaufenden Quartal bei rund 25 (Vorquartal: 23,77) Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Fehlbetrag von 24,61 Millionen Euro gerechnet. Die Marketingkosten sanken im zweiten Quartal den Angaben zufolge um knapp 21 Prozent auf 12,65 Millionen Euro.

          Transaktionsrückgang schlimmer als beim Erlös

          Trotz eines Rückgangs der abgewickelten Transaktionen um 21,65 Prozent sanken die gesamten Erlöse der HypoVereinsbank Tochter nur um knapp 16 Prozent auf gut 44 Millionen Euro gesunken. Darin enthalten ist ein Zinsüberschuss von rund zwölf (Q1: 11,75) Millionen Euro und ein Provisionsüberschuss von 28,5 (35,6) Millionen Euro, der deutlich über den Analystenerwartungen lag.

          In dem Nachsteuerergebnis sind den Angaben zufolge Integrationskosten für die Übernahme des französischen Direktbrokers Self Trade von elf Millionen Euro, einmalige Kosten von 2,3 Millionen Euro für technische Kapazitätsanpassungen und Goodwill-Abschreibungen von 4,7 Millionen Euro enthalten. Die Marketingkosten je Nettoneukunden seien um 33,3 Prozent auf 209,37 Euro gesunken.

          Gewinnschwelle weiter für 2002 im Visier

          Die Bank hält ungeachtet schwacher Kapitalmärkte an ihrem Ziel fest, im Jahr 2002 beim Ergebnis vor Steuern die Gewinnschwelle zu erreichen. “Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die eingeleiteten Massnahmen erfolgreich sein werden“, sagte Vorstandsvorsitzender Matthias Kröner. Auf der Hauptversammlung hatte sich die Bank mit Analystenschätzungen von einem Vorsteuerverlust von 60 Millionen Euro einverstanden erklärt.

          Als recht gut bewerten Händler die von der Direkt Anlage Bank veröffentlichten Daten. Allerdings seien die Erwartungen im Markt aufgrund der schwachen Marktsituation für Online-Broker zuvor zurückgeschraubt worden. Gegen den Trend sei es der DAB gelungen, den Zinsüberschuss zu erhöhen, hebt SES Research lobend hervor. Zudem werten die Analysten es als positiv, dass trotz eines massiv zurückgefahrenen Marketingbudgets konzernweit über 37.000 Neukunden gewonnen werdenn konnten.

          Die Konkurrenten Comdirect und Consors hatten bereits früher ihre Quartalszahlen präsentiert und ebenfalls Verlustausweitungen im zweiten Quartal hinnehmen müssen.

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