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Zukunft von SAP : Hasso Plattner rechnet ab

Hasso Plattner während der Ausstellung „Monet.Orte“ im Museum Barberini im Februar. Bild: dpa

Im wichtigsten deutschen Software-Konzern brodelt es: Die Fliehkräfte zwischen den amerikanischen Tochtergesellschaften und der deutschen SAP-Zentrale wachsen. Nun hat es eine kurze Botschaft des Aufsichtsratsvorsitzenden in sich.

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          Hasso Plattner will weiter machen. Die „Ereignisse der letzten Monate“ und die Unwägbarkeiten durch die Corona-Krise hätten ihn vorsichtiger werden lassen, sagte der 76 jährige Mitgründer, langjährige Vorstandschef und seit dem 2003 amtierende Aufsichtsratsvorsitzende des Softwarekonzerns SAP am Mittwoch. Die Suche nach seinem Nachfolger sei wichtiger denn je.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          „Wir werden uns Zeit nehmen und nicht künstlich unter Druck setzen lassen“, sagte er in einer „Grußbotschaft“ aus seinem kalifornischen Homeoffice an die Aktionäre auf der virtuellen Hauptversammlung. Seine kurze Botschaft vor dunklem Holzregal mit angelehnter Gitarre hat es in sich: Seinen Plan, den Aufsichtsratsvorsitz 2022 nach 19 Jahre in andere Hände zu legen, will der Grande  nach den Personalquerelen der letzten Monaten, dem überraschenden  Abgang der Amerikanerin Jennifer Morgan aus dem Vorstand, nochmal überdenken.

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