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Sonys neue Spielekonsole : Zu viele Vorbestellungen für die Playstation 5

Der Elektronikkonzern Sony kommt aus Japan. Das Foto stammt von 2019 und zeigt die „Tokio Spiele-Show“ Bild: AFP

Der Ansturm auf Sonys neue Spielekonsole ist riesig. Zum Verdruss vieler Kunden haben mehrere große Versandhäuser wesentlich mehr Bestellungen angenommen, als sie liefern können.

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          Sonys Playstation 5 ist das nächste große Ding auf dem Markt für Spielkonsolen: Die letzte Konsolengeneration des japanischen Elektronikkonzerns ist inzwischen sieben Jahren alt, die Nachfrage unter den Videospielern entsprechend groß. Wie der Konzern kürzlich mitgeteilt hat, wird die neue Konsole in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 19. November ausgeliefert. Wie üblich bei beliebten neuen Elektronikgeräten, kann die Konsole zuvor – ausschließlich online – vorbestellt werden, sodass die schnellsten Besteller ihr Produkt dann am Tag des Marktstarts in den Händen halten können. Der Vorverkauf startete am vergangenen Mittwoch, inzwischen ist die Konsole in Deutschland flächendeckend ausverkauft.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          So weit, so erwartbar. Was jedoch überrascht, ist, dass offenbar mehrere große Versandhäuser Probleme mit ihren Warenwirtschaftssystemen hatten und so teils wesentlich mehr Bestellungen annahmen, als sie liefern können. Das Fachmagazin „Gameswirtschaft“ berichtet, dass sich mehr als 550 Kunden von Conrad, Euronics, Expert, Otto und Cyberport bei der Redaktion gemeldet hätten, weil ihre bestätigte und bezahlte Bestellung nachträglich storniert worden sei. Lediglich von Amazon, Mediamarkt und Saturn seien bislang keine entsprechenden Fälle bekannt. Teilweise, so das Magazin, seien die Bestellungen nicht einmal mit einer Nachricht an die Kunden storniert worden, sondern lediglich durch Rücküberweisung des vorausgezahlten Betrags.

          Auch die neue Xbox ist ausverkauft

          In einer späteren E-Mail an betroffene Kunden habe das Versandhaus Conrad Electronic dann „unglückliche und vorrangig technische Umstände“ und einen „Kommunikationsfehler“ zwischen Bestellsystem und Online-Shop dafür verantwortlich gemacht, dass im Vorverkauf mehr Konsolen verkauft wurden, als der Hersteller zur Verfügung stellen könne.

          Auch nach dem Konkurrenzprodukt zu Sonys Playstation, nach der neuen Generation der Xbox von Microsoft, überstieg in der Vorbestellphase die Nachfrage das Angebot. Die „Xbox Series X“ startet gut eine Woche früher, am 10. November, in Deutschland. Sie ist ebenfalls schon vergriffen. Trotzdem könnte die neue Konsolengeneration der Konkurrenten aus Amerika und Japan weniger Videospieler anziehen als die vorangegangenen, denn anders als diese konkurriert die neue inzwischen mit mehreren Cloud-Gaming-Angeboten namhafter Anbieter. Dabei werden Videospiele direkt auf den Fernseher oder andere Endgeräte gestreamt, sodass keine Konsole mehr nötig ist.

          Neben den schon länger verfügbaren Diensten von Google („Stadia“), der Deutschen Telekom („Magenta Gaming“) und Nvidia („Geforce Now“) kündigte kürzlich auch Amazon an, in das Geschäft einsteigen zu wollen. Amazons Dienst soll „Luna“ heißen und in Amerika günstige 5,99 Dollar im Monat kosten. Wann und zu welchen Konditionen das Angebot in Deutschland startet, ist noch nicht bekannt.

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