https://www.faz.net/-gqe-acz31

F.A.Z. exklusiv : In der Pandemie zahlen mehr Menschen für Inhalte im Netz

  • Aktualisiert am

Die FAZ.NET-App auf einem Smartphone Bild: Lando Hass

Jeder fünfte Deutsche hat durch Corona mehr Geld für Bezahlinhalte im Internet ausgegeben. Besonders beliebt sind Serien und Musik, doch auch für Online-Journalismus floss mehr Geld – gerade in Deutschland.

          2 Min.

          Die Corona-Pandemie hat in Deutschland die Zahlungsbereitschaft für kostenpflichtige Inhalte im Internet wachsen lassen. Besonders junge Menschen haben seit Anfang 2020 mehr Geld für Musik, Filme und Online-Journalismus ausgegeben. Das geht aus einer repräsentativen Studie des Umfrageinstituts YouGov hervor, die vom Zahlungsdienstleister Stripe in Auftrag gegeben wurde und der F.A.Z. vorab vorliegt.

          In der Gesamtbevölkerung hat rund jeder fünfte Deutsche (22 Prozent) mehr für Medien im Internet ausgegeben, seitdem Corona die Bevölkerung zum ersten Mal in den Lockdown zwang. Unter jungen Menschen war der Trend noch ausgeprägter: In der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren schraubte fast jeder Zweite seine Ausgaben hoch (47 Prozent), zwischen 25 und 34 Jahren war es immer noch mehr als jeder Dritte (35 Prozent).

          Junge Deutsche zahlen eher für Journalismus im Internet

          Bezahlinhalte in Internet umfassen zum Beispiel das Streamen von Serien und Filmen auf Netflix, Amazon Prime oder Sky, Musik-Abos von Spotify, Apple Music oder Deezer sowie journalistische Inhalte wie das F+-Abo der F.A.Z. Der Studie zufolge sind 60 Prozent der deutschen Erwachsenen generell bereit, für Online-Inhalte zu bezahlen. Für Filme und Serien gibt es dabei die höchste Zahlungsbereitschaft – 42 Prozent der Befragten geben an, dafür zu bezahlen bereit zu sein.

          Eine gute Wahl

          Sichern Sie sich F+ 3 Monate lang für 1 Euro je Woche und lesen Sie alle Artikel auf FAZ.NET.

          JETZT F+ LESEN

          Kostenpflichtig Musik zu streamen liegt mit 32 Prozent dahinter, darauf folgen mit etwas Abstand Online-Nachrichten (14 Prozent). Allerdings sind junge Menschen in Deutschland im internationalen Vergleich eher bereit, für journalistische Inhalte im Internet zu bezahlen: Während in Großbritannien nur jeder zwanzigste 18- bis 24-Jährige dafür bezahlen würde, ist es in Deutschland mehr als jeder fünfte.

          Der internationale Vergleich zeigt auch, dass die Deutschen generell zurückhaltend sind, was Bezahlinhalte im Internet angeht. Während hierzulande 22 Prozent der Menschen seit Beginn der Pandemie mehr Geld für solche ausgegeben haben, waren es im internationalen Durchschnitt 26 Prozent. Japaner (17 Prozent) und Franzosen (20 Prozent) waren noch zurückhaltender. Australier (34 Prozent) und die Einwohner von Singapur (35 Prozent) zeigten sich hingegen überdurchschnittlich offen.

          Die repräsentative Online-Befragung wurde von YouGov Mitte Mai diesen Jahres durchgeführt. In Deutschland befragte das Institut mehr als 2000, international knapp 8500 volljährige Menschen. Der Auftraggeber Stripe wickelt als Zahlungsdienstleister für viele Internetportale ihre Zahlungen ab. Zu seinen Kunden gehören etwa Twitter, Patreon und Clubhouse sowie in der deutschen Medienbranche die F.A.Z., der Spiegel, das Handelsblatt und die Axel-Springer-Gruppe.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Polizisten am Frankfurter Mainufer.

          Was zu tun ist : Den Bürger nicht allein lassen

          Der Rechtsstaat sollte konsequent sein: ohne Sicherheit keine Freiheit. Das gilt auch bei der Einwanderungspolitik – die lange von naiven Vorstellungen geleitet wurde.

          Zukunft der Schule : „Wir sind total festgefahren“

          Dario Schramm ist die Stimme der Schüler in Deutschland. Ein Gespräch darüber, wo es an deutschen Schulen hakt und warum soziale Kompetenzen im Unterricht wieder mehr im Vordergrund stehen sollten.
          Besucher in der Temple Bar in Dublin im Juli

          Corona in Irland : Impfen für den Pubbesuch

          Die Iren haben die höchste Impfquote der EU. Widerstand gegen die Impfungen gibt es kaum. Liegt das an ihrer Liebe zum Feiern? Ein Ortsbesuch in Dublin.
          Sitzung des UN-Sicherheitsrats am 16. August 2021

          EU-Sitz im Sicherheitsrat : Ein Vorstoß in der „Logik Macrons“?

          Ungewöhnlich schnell dementiert Paris die Meldung, Frankreich sei bereit, seinen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu teilen. Einzelne glauben jedoch, die Änderung würde zum Präsidenten passen. Auch in Berlin gibt es Sympathien für die Idee

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.