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Plattform Hacker One : Hacken für den guten Zweck

  • -Aktualisiert am

Das Bild von Hackern kommt in der Öffentlichkeit dem eines Räubers gleich, der sich zum Nachteil anderer Daten oder Geld beschafft. Bild: AP

Systeme lahmlegen, Daten stehlen, Nutzer erpressen: Hacker haben einen schlechten Ruf. Das muss nicht sein – denn es gibt auch digitale Saboteure, die Gutes tun.

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          Gerade einmal 19 Jahre alt war Santiago Lopez, als er seine erste Million verdient hatte. Das war im März 2019. Schon als kleiner Junge liebte der Argentinier es, zu programmieren. Dann zockte er Videospiele. Und dann machte er aus dem, was er am liebsten machte, seinen Beruf. Lopez ist Hacker geworden. Aber die Million hat er sich nicht mit geklauten Kreditkartendaten, gestohlenen Passwörtern und Lösegeldforderungen für gesperrte Computer ergaunert. Santiago Lopez ist einer von den Guten, seine Arbeit ist ausschließlich legal.

          Hacker nutzen die Schwachstellen, die sie in Computerprogrammen suchen, üblicherweise für ihre eigenen Zwecke. Ihr Bild in der Öffentlichkeit kommt dem eines Räubers gleich, der sich zum Nachteil anderer Daten oder Geld beschafft. Santiago Lopez dagegen ist ein sogenannter „White-Hat-Hacker“, also ein Hacker mit weißem Hut. Weiß deshalb, weil er sein Geld eben nicht mit windigen Geschäften im sogenannten Darknet verdient, sondern Unternehmen, Staaten und Privatpersonen hilft, Fehler in ihren Systemen frühzeitig zu erkennen und auszumerzen.

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