https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/wetten-gegen-andrew-mcafee-um-den-umweltschutz-16418581.html

Andrew McAfee : Wetten gegen den Guru

Andrew McAfee 2018 auf der DLD-Konferenz in München. Bild: Picture-Alliance

Ingenieur-Professor Andrew McAfee ist berühmt für steile Thesen. Jetzt kann jeder eine Wette gegen ihn eingehen.

          1 Min.

          Berühmt geworden ist Ingenieur Andrew McAfee mit seiner These, dass die Digitalisierung den Menschen bald fast alle Arbeit wegnimmt. Die hat er vor ein paar Jahren gemeinsam mit seinem Kollegen Erik Brynjolfsson, beide Professoren am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in einem viel beachteten Buch veröffentlicht. Damals hätte wohl so mancher gerne gegen ihn gewettet.

          Patrick Bernau
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Wert“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Jetzt kann man tatsächlich gegen McAfee wetten – allerdings geht es dieses Mal weniger um digitalen Fortschritt, sondern mehr um Fortschritt in Sachen Umweltschutz. 2029 verbrauchen die Vereinigten Staaten weniger Energie, Papier und Holz, behauptet McAfee. Auch von einigen Rohstoffen würde weniger verbraucht, zudem weniger Dünger und sogar weniger Ackerfläche für mehr Ertrag – so prophezeit er es passend zu seinem nächsten Buch auf der Website „Long Bets“, die mit Geld von Amazon-Gründer Jeff Bezos läuft. Wer die Thesen für zu steil hält, kann auf dieser Seite jetzt tatsächlich eine Wette gegen ihn eingehen.

          Kommt bald das automatisch gesteuerte Flugzeug?

          Auf dieser Seite haben sich schon andere verschätzt: Internet-Erfinder Vint Cerf sagte im Jahr 2005, bis 2010 würden die meisten Bücher digital gelesen. Investor Warren Buffett dagegen behielt Recht mit seiner Wette, dass in den Jahren 2008 bis 2017 der amerikanische Aktienindex mehr Rendite bringen würde als ein Portfolio von Hedgefonds.

          Noch offen ist dagegen die Wette zwischen Microsofts ehemaligem Forschungschef Craig Mundie und dem ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt, geschlossen im Jahr 2002: Bis 2030 sei es Routine, dass Linienpassagiere in automatisch gesteuerten Flugzeugen ohne Pilot fliegen, sagt Microsoft-Manager Munide. Schmidt hält dagegen.

          Wer gegen McAfee wetten will, muss mindestens 200 Dollar setzen. Reich werden kann man damit aber nicht: Die Gewinne gehen an einen guten Zweck. Der Gewinner darf nur aussuchen, an welchen.

          Weitere Themen

          Unternehmen bietet Einfrieren nach dem Tod an

          Ewiges Leben : Unternehmen bietet Einfrieren nach dem Tod an

          Die Kunden eines Berliner Unternehmens hoffen auf ein Erwachen in der fernen Zukunft. Zur Kryokonservierung braucht man zweierlei: tiefe Temperaturen und Konservierungsmittel.

          Topmeldungen

          Rachenabstrich in einem Testzentrum des Roten Kreuzes in Frankfurt am Main

          Corona-Herbst : Die FDP hat Zeit, das Land nicht

          Viel spricht dafür, dass die Bundesregierung das Land ein weiteres Mal weitgehend unvorbereitet in den Corona-Herbst schickt. Jeder kann sehen, wer dafür die Verantwortung trägt.
          Verletzte sich auf dem von vielen Reitern gelobten Kurs: Allstar, hier mit Reiterin Rosalind Canter

          Chaos bei Reit-Veranstaltung : Blut und Tränen

          Ein totes Pferd sorgt für Bestürzung beim CHIO in Aachen, dem eigentlich größten Fest der Reiterei. Auch um die deutsche Dressur-Größe Isabell Werth gibt es reichlich Wirbel.
          Der Schauspieler William Cohn

          William Cohn gestorben : Der Mann mit der unvergesslichen Stimme

          Er war die Stimme von Jan Böhmermanns Sendung „Neo Magazin Royal“ und im deutschen Fernsehen eine Kulturfigur. Jetzt ist der Schauspieler, Synchronsprecher und Autor William Cohn im Alter von 65 Jahren gestorben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.