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Wenig Geld für IT-Sicherheit : Fataler Leichtsinn

Von Hackerangriffen besonders gefährdet: ein Arbeitsplatz im Homeoffice Bild: Sarah Obertreis

Auch in der Pandemie sparen Unternehmen lieber, als sich und ihre Mitarbeiter im Homeoffice ausreichend abzusichern. Das kann man nur fahrlässig nennen.

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          Es ist inzwischen mehr als ein Jahr her, dass in vielen deutschen Unternehmen der Chef ein zentrales Großraumbüro betrat und verkündete, ab Montag arbeiteten alle Mitarbeiter von zu Hause aus.

          Noch lauter als die Angestellten dürfte in dieser Situation die IT-Abteilung gestöhnt haben. Denn es bringt weit größere Herausforderungen mit sich, ein Unternehmen gegen Cyberangriffe abzusichern, wenn die Belegschaft – genauso wie Hacker – von außerhalb auf seine Systeme zugreift.

          Das kostet Geld und Kapazitäten, die in den ersten Wochen des ersten Lockdowns nur wenige hatten – so weit verständlich. Dass aber auch über den gesamten Corona-Sommer fast drei Viertel der deutschen Unternehmen ihre Ausgaben für IT-Sicherheit nicht erhöht haben (und viele von ihnen wahrscheinlich auch immer noch nicht), kann man nur als fahrlässig bezeichnen.

          Gefährlich ist, dass digitaler Schutz sofort Kosten verursacht, während Hackerangriffe eine diffuse Bedrohung sind. Doch ein einziger Angriff kann Hunderttausende oder auch Millionen Euro an Schaden verursachen – und für ein kleines Unternehmen damit schnell das Ende bedeuten. Viele Unternehmen in Deutschland haben das offenbar noch nicht verstanden.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

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