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Auf Twitter : Welche Super-Bowl-Werbung am erfolgreichsten war

Nicht nur die Kansas City Chiefs hatten Grund zum Jubeln. Auch einige Unternehmen haben sich über Reichweite gefreut. Bild: AFP

Nicht nur die Kansas City Chiefs und die San Francisco 49ers haben sich beim Super Bowl duelliert. Auch die Werbetreibenden haben sich einen Kampf um Reichweite geliefert. Gewonnen hat ein Politiker.

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          Donald Trump gewinnt den Super Bowl. Diese Schlagzeile würde der amerikanische Präsident sicher nur zu gern lesen. Schaut man sich aber an, welcher Werbetreibende während des Super Bowls auf Twitter am erfolgreichsten war, dann ist genau das wohl die Schlussfolgerung: Insgesamt fast 172.000 Mal wurde Trump während des Super Bowls auf der Plattform erwähnt, häufiger als jeder andere, der während des Super Bowls Werbespots ausgestrahlt hat.

          Gustav Theile

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das geht aus einer Analyse des Unternehmens Salesforce hervor, die der F.A.Z. vorab vorliegt. Es wurden alle Posts einbezogen, die während des Spiels oder maximal zwei Stunden vor oder eine Stunde nach dem Spiel online gingen.

          Präsident beweist Hausmacht

          Damit stellte der Präsident seine Hausmacht auf seiner Lieblingsplattform abermals unter Beweis. Alle weiteren Werbetreibenden folgten mit großem Abstand. Der Hersteller „Avocados from Mexico“ erreichte nur knapp 70.000 Erwähnungen, Google belegte Rang 3 mit etwa 32.000. Der Trump-Konkurrent Bloomberg findet sich dagegen gar nicht unter den Top 5.

          Auch wenn man sich anschaut, wie die Twitter-Nutzer auf die verschiedenen Unternehmen reagieren, schnitt Trump eher gut ab. Drei von vier Reaktionen waren der Analyse zufolge positiv. Google kam dagegen nur auf gut 60 Prozent positive Reaktionen, was auch daran liegen dürfte, dass das Unternehmen einen sehr emotionalen Werbespot ausstrahlte, in dem es um einen Mann geht, der sich mithilfe der Google-Dienste an seine verstorbene Frau erinnert.

          Am positivsten waren die Reaktionen auf den Spot von Olay, einem Hersteller von Pflegeprodukten. Fast 96 Prozent der Reaktionen fielen wohlwollend aus, insgesamt landete das Unternehmen mit knapp 28.000 auf Rang 4 in Sachen Erwähnungen. Olay schickte in seinem Werbespot unter dem Hashtag „#MakeSpaceforWomen“ drei Astronautinnen ins Weltall, forderte also, im Weltraum Raum für die Frauen zu machen. Gleichzeitig versprach das Unternehmen, für jeden Tweet mit dem Kampagnen-Hashtag einen Dollar an eine Organisation zu spenden, die sich für Frauen in der Tech-Branche einsetzt.

          Audi und Porsche, die beiden deutschen Unternehmen, die während des Super Bowls Werbespots geschaltet haben, landeten mit ihren Werbespots zwar nicht ganz vorn. Allerdings können die beiden süddeutschen Autohersteller mit der bisherigen Reichweite ihrer Spots durchaus zufrieden sein. Während der Google-Spot, der seit dem 28. Januar abrufbar ist, auf Youtube bisher nur auf knapp 12 Millionen Aufrufe kommt, haben schon mehr als 15 Millionen den Porsche-Spot gesehen. Dieser ist seit dem 24. Januar online. Der Audi-Spot wurde auf Youtube seit dem 29. Januar 5 Millionen Mal angeschaut.

          Die Unternehmen haben sich die Spots einiges kosten lassen. Zum einen waren viele der Produktionen sehr aufwendig. Zum anderen kostete die Ausstrahlung eines 30-Sekunden-Spots während des Super Bowls bis zu 5,6 Millionen Dollar.

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