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Neue Digitalwährung Libra : Geld von Facebook

Libra-Münze Bild: Torsten Wolber

Konzernchef Mark Zuckerberg will eine eigene Digitalwährung herausgeben. Für die Nutzer könnte das eine bequeme Sache werden. Währungshüter aber sind alarmiert.

          8 Min.

          Genf ist bislang vor allem für feine Privatbanken bekannt. In Manufakturen werden Luxusuhren gefertigt. Und nicht weit vom See stehen die trutzigen Gebäude der Vereinten Nationen. Nun hat sich, zunächst ganz diskret, in der Schweizer Metropole eine neue Vereinigung angesiedelt: die Libra Association. Wenn es nach dem Willen der Gründungsmitglieder geht, soll diese Assoziation nicht weniger als ein neues „globales Geld“ herausgeben, das den Zahlungsverkehr von Millionen Menschen und letztlich die Welt verändern wird. Manche Ökonomen glauben, die hauptsächlich von Mark Zuckerbergs Facebook-Konzern vorangetriebene Libra-Währung könnte tatsächlich eine Art Weltgeld werden.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Das liegt schon an den schieren Nutzerzahlen Facebooks. Ein Drittel der Weltbevölkerung – 2,4 Milliarden Menschen – loggt sich mindestens einmal im Monat auf Facebook ein, eineinhalb Milliarden Menschen sind dort sogar täglich aktiv. Zugleich sind diese Zahlen aber auch der Grund, wieso Zuckerberg und seine Unterstützer sofort Bedenken ausgelöst haben. Was ist, wenn ein beträchtlicher Teil der Facebook-Nutzer bald lieber mit Libra hantiert als mit Euro oder Dollar? Kann das klassische Banken in Not bringen, gar zum Risiko für das globale Finanzwesen werden? Währungshüter und Politik sind alarmiert.

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