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Wegen Sanktionen : Huawei verschiebt Präsentation seines neuen Laptops

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Zuletzt hat Huaweis CEO Richard Yu im Februar einen neuen Laptop der Matebook-Reihe präsentiert. Der nächste Laptop kommt später – oder gar nicht Bild: AP

Infolge amerikanischer Sanktionen hat Huawei die Markteinführung des neuesten Laptops aus der Matebook-Serie vorerst auf Eis gelegt – es fehlen wichtige Bauteile. Kunden müssen nun das Schlimmste fürchten.

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          Die amerikanischen Sanktionen gegen den chinesischen Technologie-Giganten Huawei zeigen Wirkung. Wie das Technikportal The Information und der Nachrichtensender CNBC berichten, muss Huawei die Einführung eines neuen Laptops verschieben – wegen fehlender amerikanischer Produkte und Bauteile. Betroffen sollen unter anderem das Windows-Betriebssystem sowie Prozessoren und Chips von Intel sein. Eigentlich sollte der neue Laptop der Matebook-Serie diese Woche auf der Technologieschau CES Asia in Schanghai präsentiert werden. 

          Wann das Gerät nun auf den Markt kommen wird, ist laut Huaweis Geschäftsführer Richard Yu offen. Gegenüber CNBC sagte er, falls Huawei auf der schwarzen Liste streng kontrollierter Firmen bleibe, würde das neue Matebook eventuell niemals eingeführt. Die aktuelle Situation nannte er „unglücklich“. 

          Das neue Matebook ist das erste Gerät von Huawei, dessen Produktion durch die amerikanischen Sanktionen gestört wird. Zuletzt hatte Huawei immer wieder betont, die Produktion seiner Smartphones sei nicht gefährdet, auch weil ein großer Teil der Fertigung in den letzten Jahren nach Asien verlegt wurde. Allerdings arbeitet das Unternehmen aktuell unter Hochdruck an der Entwicklung eines eigenes Betriebssystems. Huawei-Smartphones laufen mit dem Betriebssystem der Google-Tochtergesellschaft Android. Zwar hat Android angekündigt, mindestens bis Mitte August die Smartphones des chinesischen Herstellers mit Updates zu unterstützen. Ob Huawei-Nutzer danach noch vollen Zugriff auf Android haben, ist allerdings offen. 

          Seit Mitte Mai steht der chinesische Konzern Huawei in Amerika auf einer schwarzen List von Unternehmen, deren Geschäftsbeziehungen streng kontrolliert werden. Wer amerikanische Produkte an diese Unternehmen verkaufen möchte, benötigt eine Lizenz. Diese kann verweigert werden, wenn Sicherheitsrisiken vorliegen. Die amerikanische Regierung wirft Huawei vor, der chinesischen Regierung Spionage in anderen Ländern zu ermöglichen. Huawei wehrt sich gegen diese Vorwürfe. 

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