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Elden Ring : Als wären Videospiele nur zum Entspannen da

„Ich bin Malenia, die Klinge von Miquella. Und ich habe noch nie eine Niederlage erlebt.“ Bild: Bandai Namco/F.A.Z.

Elden Ring erreicht einen Grad an Immersion, von dem die meisten anderen Spiele weit entfernt sind. Was ist der Reiz dieser virtuellen Welt? Ein Erfahrungsbericht.

          5 Min.

          Kein Weg war zu weit, um nach einer beschwerlichen Kletterpartie über die riesigen Wurzeln des Haligbaums endlich in der ultimativen Herausforderung anzukommen. Die Ehrfurcht der erfahrenen Videospieler ließ ein übergroßes Scheusal erwarten – mindestens einen zwölfköpfigen Drachen oder einen Feuerriesen, der die Erde unter den Füßen und den Controller in der Hand beben lässt. Falsch gedacht. Kaum zwei Meter ist die rothaarige Walküre groß, die als schwerster aller schweren Gegner in „Elden Ring“ gilt, große Töne spucken kann sie. „Ich bin Malenia, die Klinge von Miquella. Und ich habe noch nie eine Niederlage erlebt.“

          Patrick Schlereth
          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Umso mehr Niederlagen fügt sie jenen zu, die es wagen, sich ihr in den Weg zu stellen. Ihren fiesesten Trick wendet sie ganz beiläufig an: Jeder ihrer verheerenden Treffer gibt ihr ein gutes Stück ihrer Lebensenergie zurück. Wer sie trotzdem mit letzter Kraft auf die Bretter schickt, macht sie erst richtig sauer. Die Walküre wird zur Göttin der Fäulnis, lässt sich engelsgleiche Flügel wachsen und steckt ihren bemitleidenswerten Widersacher mit einer ganz gemeinen Form von Scharlachfäule an.

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