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BSI-Chef im Interview : „Die Erpresser werden aggressiver“

IT-Sicherheit muss Chefsache sein: Das fordert BSI-Präsident Arne Schönbohm im F.A.Z.-Interview. Bild: dpa

BSI-Chef Arne Schönbohm verteidigt Deutschland im Internet. Er spricht im F.A.Z.-Interview über die schlimmste Hacker-Attacke seit langem – und fordert, dass Sicherheit zur Chefsache werden muss.

          5 Min.

          Herr Schönbohm, gerade läuft womöglich der schlimmste Cyberangriff auf die Vereinigten Staaten seit langem. Im Zuge des „Solarwinds-Hacks“ haben Angreifer die Updates eines Software-Anbieters manipuliert und konnten so in die Systeme von mehr als 250 amerikanischen Ministerien, Behörden und Unternehmen eindringen. Nach Angaben der deutschen Regierung waren und sind Produkte des kompromittierten Herstellers auch hierzulande in 16 Ministerien und Behörden im Einsatz, etwa im BKA, dem BSI selbst und dem Robert-Koch-Institut. Wie reagieren Sie auf diese Situation?

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Zunächst möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es verschiedene Softwareprodukte von Solarwinds gibt. Nur eines dieser Produkte, Solarwinds Orion, ist von einer Sicherheitslücke betroffen. Von den 16 Behörden, die Solarwinds-Produkte nutzen, gab es lediglich drei Fälle mit aktiv genutzten Solarwinds-Orion-Produkten. Das BSI hat sofort nach Bekanntwerden des Vorfalls Behörden und Unternehmen informiert, die Sicherheitslücke sehr ernst zu nehmen und sich nicht nur auf das Einspielen von Patches zu beschränken, sondern noch weitere Maßnahmen zu treffen.

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