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Neue Kooperation : VW verbündet sich mit dem Chiphersteller der Künstlichen Intelligenz

  • Aktualisiert am

Jen-Hsun Huang hat Nvidia im Jahr 1993 gegründet. Bild: Reuters

Nvidia kommt aus der Computerspiele-Branche und ist mittlerweile einer der angesagtesten Tech-Konzerne überhaupt. Er liefert Chips für schlaue Computer - und hat immer mehr Partner.

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          Jen-Hsun Huang ist einer der großen Stars der wichtigsten Technikmesse auf amerikanischem Boden. Auch in diesem Jahr hat der Gründer und Vorstandsvorsitzende des Tech-Konzerns Nvidia während der CES in Las Vegas eine der Schlüsselreden gehalten. Und dabei neue Produkte und Partnerschaften vorgestellt.

          Künftig arbeitet das Unternehmen im Bereich der Künstlichen Intelligenz auch mit dem deutschen Autohersteller Volkswagen zusammen, mit dem Internetfahrdienst Uber, mit dem chinesischen Tech-Unternehmen Baidu und dem Zulieferer ZF Friedrichshafen vom Bodensee. Während der Vorstellung  der VW-Partnerschaft trat der Markenchef des Konzerns, Herbert Diess neben Nvidia-Gründer Huang auf die Bühne.

          Beispielsweise wird laut Huang Nvidia-Technik im von VW bereits im vergangenen Sommer angekündigten Retro-Bus I.D. Buzz und weiteren künftigen Automodellen eingbaut sein. Zunächst gehe es dabei um sogenannte „intelligente Co-Piloten“. Die Funktionen basierten auf der „Drive IX“-Plattform von Nvidia und soll nach einem Bericht des Finanzdienstes Bloomberg beispielsweise ermöglichen, durch Gesichtserkennung das Auto zu entriegeln, mit dem Autocomputer über natürliche Sprache zu kommunizieren oder die Aufmerksamkeit des Fahrers zu kontrollieren, um diesen notfalls zu warnen. Diese Funktionen sollen das Fahren erleichtern. Damit erweitert Nvidia seinen Fokus, Technik für komplett autonom fahrende Autos zu liefern.

          So könnte es im neuen Retro-Bus von VW einmal aussehen.
          So könnte es im neuen Retro-Bus von VW einmal aussehen. : Bild: Reuters

          Nvidia produzierte lange Zeit Grafikkarten (GPUs) für die Computerspiele-Branche. Tatsächlich eigenen sie sich allerdings auch sehr gut für die derzeit angesagten Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI), die sich an der vermuteten Funktionsweise des menschlichen Gehirns orientieren. Deshalb veränderte Huang den Fokus und hat sein Unternehmen sozusagen zum Chip-Lieferanten der KI gemacht. Im neuen Audi A8 etwa sind Nvidia-Chips verbaut - das Auto ist das erste, das offiziell über „Level 3“ in der Kategorisierung des autonomen Fahrens verfügt, also in bestimmten Situationen schon ohne Fahrer auskommt.

          Zugleich wächst die Konkurrenz auch im Hardware-Bereich zusehends. Unternehmen wie Intel und Qualcomm setzen ebenfalls darauf. Außerdem sind einige Tech-Unternehmen dazu übergegangen, eigene KI-Chips zu entwickeln. Die Holding Alphabet (Google) beispielsweise hat unter dem Namen Tensor Processing Unit (TPU) eine entsprechende Idee umgesetzt, der Elektroautohersteller Tesla hat Medienberichten zufolge Ähnliches vor.

          Die großen Autohersteller haben ihrerseits verschiedene Kooperationen angekündigt. „Die Karte zeigt, dass so ziemlich jeder mit jedem zusammenarbeitet“, sagte Danny Shapiro, der den Automobilbereich von Nvidia leitete, und fügte hinzu: „Wir sind glücklich mit unserer Position, mit den 320 Partnern, die wir haben.“

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