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Kooperation mit Korea : Steht VW kurz vor dem Einstieg in die Batteriezellen-Fertigung?

Ein Volkswagen steht in der Innenstadt an einer Elektro-Ladesäule. Bild: dpa

Bei der Batteriezellen-Produktion hinken deutsche Autohersteller der asiatischen Konkurrenz hinterher. VW holt sich nun offenbar koreanische Untersützung – und will bald über eine Fabrik in Europa entscheiden.

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          Volkswagen steht offenbar kurz vor der Entscheidung, mit einem asiatischen Partner in die gemeinsame Produktion von Batteriezellen für Elektroautos einzusteigen. Nach Informationen der F.A.Z. ist der Vorstand von Volkswagen der Ansicht, dass sich die deutschen Unternehmen mit einer Entscheidung über Batteriezellen-Produktion in Europa nicht mehr viel Zeit lassen dürften. Mehrere Optionen würden geprüft, hieß es am Donnerstag in Wolfsburg dazu in informierten Kreisen. Entscheidungen seien aber noch nicht gefallen. Zuvor hatte das „Manager Magazin“ berichtet, der Autokonzern wolle gemeinsam mit dem koreanischen Unternehmen SK Innovation in Europa Batteriezellen bauen.

          Carsten Germis
          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Volkswagen-Chef Herbert Diess hat die enorme Marktmacht der südkoreanischen, chinesischen und japanischen Anbieter seit längerem schon als eine schwere Belastung für die deutsche Autoindustrie bezeichnet. Mit der Batterietechnik liege beim Elektroauto zum ersten Mal eine Schlüsseltechnik mit hohem Wertschöpfungsanteil im Autobau in fremden Händen, heißt es in Wolfsburg. Volkswagen muss die Produktion von Elektroautos – wie andere Autobauer auch – in den kommenden Jahren massiv hochfahren, um die schärferen Klimavorgaben der EU zu erfüllen. Dazu brauchen die Autobauer eine immer größere Zahl an Energiespeichern – weil die Klimavorgaben nur mit einem höheren Anteil an Elektroautos zu erfüllen sind. Diess hatte deswegen schon vor einiger Zeit eine europäische Allianz für die Batteriezellenproduktion ins Gespräch gebracht, um von den Lieferanten aus Korea und China unabhängiger zu werden.

          Wichtig für die Entscheidung über eine eigene Batteriezellenproduktion dürfte für VW werden, in wie weit es Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gelingt, ein Konsortium aus deutschen Zulieferern zusammenzubringen, die in das Geschäft einsteigen. Medienberichten zufolge sollen die Pläne für ein Industriekonsortium für eine Batteriezellenfertigung in Deutschland im November vorgestellt werden. Dazu stelle die Bundesregierung eine Milliarde Euro Anschubfinanzierung bereit.

          VOLKSWAGEN VZ

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          In Salzgitter baut VW derzeit schon eine Pilotlinie zur Batteriezellfertigung auf, das erste vollelektrische Modell der geplanten ID-Familie von VW rollt Ende 2019 in Zwickau vom Band. Zwickau soll zur Kernzelle der Elektromobilität im Unternehmen werden. Volkswagen hat angekündigt, bis 2025 bis zu drei Millionen E-Autos pro Jahr bauen und 80 neue elektrifizierte Modelle auf den Markt bringen zu wollen. Dass VW die Wende zur Elektromobilität – auch unter dem Druck politischer Regulierung – massiv vorantreibt, erhöhe den Zeitdruck, nicht zu spät über eine eigene europäische Batterieproduktion zu entscheiden, hieß es.

          Wegen der hohen Kosten gilt es als unwahrscheinlich, dass VW die Batteriezellen allein produzieren wird. In Unternehmenskreisen hieß es, man habe immer gesagt, dass Partnerschaften vorstellbar seien, um sich schnell Kompetenzen anzueignen. Technisch sind die asiatischen Länder derzeit weit führend. Volkswagen ordert die Zellen bislang vor allem bei den koreanischen Produzenten LG Chem und Samsung, in China gibt es Kooperationen mit den dortigen Unternehmen. SK Innovation ist der drittgrößte koreanische Hersteller von Batteriezellen.

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