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Interview mit VW-Vorstand : „Dann bekommen wir einen Engpass in der Energieversorgung“

  • -Aktualisiert am

Elektrofahrzeuge werden sich zumindest vorerst nicht in jedem Bereich des Verkehrs durchsetzen, vermutet VW-Vorstand Andreas Renschler. Bild: Dominik Gierke

Die Zukunft des Autos ist elektrisch, das hat Volkswagen schon entschieden. Andreas Renschler leitet die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns. Er erklärt, warum manche Lkw nicht elektrisch fahren können – und hofft auf Orangen aus dem 3D-Drucker.

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          Herr Renschler, die Schlacht um den Antrieb der Zukunft ist entschieden, wir fahren künftig alle elektrisch, so lautet die neue VW-Linie. Gilt das für Autos wie Laster?

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In unserer Branche, bei den Trucks, ist die Lage komplizierter. Wir bieten heute schon unterschiedliche Technologien als alternative Antriebe an; Erdgas, LNG, Biogas, Plug-in-Hybride. Für die Trucks gibt es Segmente, in denen der vollelektrische Antrieb derzeit noch nicht darstellbar ist. Wenn Sie einen großen Betonmischer mit Batterien betreiben wollen, muss der so viele Tonnen davon mitführen, dass nicht mehr viel Gewicht für den Beton übrig bleibt, da würde ich dann vorschlagen: Mischt den Beton lieber vor Ort mit der Hand. Für solche Einsätze ist der Elektroantrieb auf absehbare Zeit nicht wirtschaftlich. Oder nehmen Sie die schweren Müllwagen. Die können innerhalb der Stadt vollelektrisch fahren, unsere Kunden sagen aber: Alles schön und gut, nur ist das Endziel für den Müll 80 Kilometer entfernt, sollen wir an der Stadtgrenze umladen?

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