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Vertrauen der Nutzer : Die wichtigste Ressource für Tech-Unternehmen

Salesforce-Marketingvorstand Stephanie Buscemi auf der Bühne der Dmexco in Köln. Bild: Imago

Kaum ein Thema beschäftigt Tech-Konzerne zur Zeit so sehr wie das Vertrauen der Nutzer – und wie man es erhalten kann. Denn seinen Entzug spüren die Unternehmen sofort in Euro und Cent.

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          Das Wort, das die Tech-Branche zurzeit am meisten umtreibt, hat fünf Buchstaben und passt hervorragend auf Powerpoint-Folien: „Trust“, also Vertrauen, hört man zurzeit allerorten, auf Konferenzen, von Führungskräften und Wissenschaftlern. Alle Unternehmen betonen, wie wichtig es sei, das Vertrauen der Kunden und Nutzer zu gewinnen – oder zurückzugewinnen. Hinter der neuen Omnipräsenz des Vertrauens – wie etwa auf der Digitalmesse Dmexco vergangene Woche in Köln – steckt mehr als nur Marketing. Vielmehr ist es der Versuch der Branche, sich mit dem Wandel auseinanderzusetzen, den ihre Technologie über die Gesellschaft gebracht hat.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Wer etwas über Vertrauen lernen will, kann etwa die britische Autorin und Oxford-Dozentin Rachel Botsman fragen. „Ich sehe Vertrauen als so etwas wie den sozialen Klebstoff, der die Gesellschaft zusammenhält“, sagt sie. „Wenn es kein Vertrauen gibt, bricht alles zusammen.“ Denn erst Vertrauen ermögliche es, unbekannte Dinge auszuprobieren, die wir noch nicht kennen. „Vertrauen ermöglicht uns, Risiken einzugehen“, erklärt sie. „Es ermöglicht uns, Vertrauen in unbekannte Menschen und Dinge zu setzen.“

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