https://www.faz.net/-gqe-9kjft

Wefox : Dieses Start-up will die weltgrößte Versicherungsplattform werden

  • Aktualisiert am

Julian Teicke, Wefox-Gründer und Chef Bild: obs

Das Versicherungs-Start-up Wefox hat seit dieser Woche 110 Millionen Euro mehr in der Tasche. Dahinter steckt ein Vater-Sohn-Gespann mit ambitionierten Plänen.

          1 Min.

          Das Berliner Versicherungs-Start-up Wefox hat in seiner zweiten Finanzierungsrunde eine Rekordsumme von 125 Millionen Dollar (etwa 110 Millionen Euro) eingeholt. Es sei das bislang größte Investment in ein deutsches Versicherungs-Start-up, teilte die Wefox Group mit.

          Haupt-Investor ist die Mubadala Investment Company vom Staatsfonds aus Abu Dhabi. Die 2014 gegründete Wefox Group vereint auf ihrer Plattform mehr als 1500 Versicherungsmakler und über 400.000 Kunden. Die Umsätze stiegen laut Unternehmen zuletzt auf 40 Millionen Dollar.

          „Die Versicherungsbranche ist bereit für einen radikalen Wandel“, sagte Wefox Group-Gründer Julian Teicke. Der Jungunternehmer will gemeinsam mit seinem Vater, einem Spezialisten aus der traditionellen Versicherungsindustrie, die Branche revolutionieren. Mit seinem Unternehmen One bietet Teicke seit rund einem Jahr auch Hausrats- und Haftpflichtversicherungen per App an, die in Minutenschnelle abgeschlossen werden können.

          Ziel der Wefox Group sei es, alle Versicherer weltweit auf einer Plattform zu vereinen und die größte Versicherungsgesellschaft zu werden, sagte Teicke. Das neue Investment soll dazu verwendet werden, in weitere Märkte zu expandieren und die Kerntechnologie weiterzuentwickeln, die unter anderem Künstliche Intelligenz nutzt.

          Neben Mubadala Investment und Goldman Sachs zählt auch die chinesische Creditease zu den Investoren. Dieses Engagement erkläre sich mit der Absicht der Wefox Group, auch nach China zu expandieren, hieß es. Insgesamt hat Wefox inklusive der vom Cloud-Anbieter Salesforce angeführten Start-Runde (Seed Round) insgesamt 160,5 Millionen Dollar (142 Mio. Euro) eingesammelt.

          Mit der Finanzierungsrunde ist Wefox in die Topliga der Fintech-Unternehmen in Deutschland aufgestiegen. Bisher haben nur drei Start-ups aus der Finanzbranche mehr Geld eingesammelt: N26 führt mit 441 Millionen Euro vor Kreditech (257 Mio. Euro) vor der Zinsplattform Weltsparen, die international als Raisin firmiert, mit 168 Millionen Euro.

          Weitere Themen

          Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist Video-Seite öffnen

          Greenwashing : Warum nachhaltiges Investieren so schwer ist

          Grüne Investitionen erobern die Finanzmärkte. Mehr als 300 Milliarden Dollar flossen 2020 in „nachhaltige“ Anlagen und brachen damit den Rekord des Vorjahres. Doch wirklich "grün" zu investieren, ist schwieriger als es klingt.

          Topmeldungen

          Grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

          Grüne : Baerbock will als Kanzlerin Flugreisen verteuern

          Solaranlagenpflicht für Neubau, Kurzstreckenflüge sollen obsolet werden: Annalena Baerbock kündigt ein „Klimaschutzsofortprogramm“ an, sollte die Grüne im September Kanzlerin werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.