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„Retail Media“ : So will es Otto mit Amazon aufnehmen

Mitarbeiterinnen der Abteilung Marketing PR und Operation der Retail Media Unit des Hamburger Versandhauses Otto, in der Niederlassung in Hamburg. Bild: Daniel Pilar

Der Versandhändler Otto will auf dem Werbemarkt angreifen – und orientiert sich dabei an den Strategien von Konkurrenten wie Amazon. Dafür wird sogar das Unternehmen umgebaut.

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          Die Werbung auf der Startseite von Otto.de sticht sofort ins Auge. Am Bildschirmrand flimmert eine Anzeige im Hochformat, die für das Smartphone Galaxy S10+ von Samsung oder eine Jeans von Levis wirbt. In der Mitte, einmal quer über die Seite, geht es um Fritteusen von Philips oder Sneakers von Adidas. Der Clou: Hier wirbt nicht Otto als Händler auf eigene Rechnung, sondern es werben externe Partner, die das Unternehmen dafür bezahlen, dass es genau auf die Interessen des Nutzers zugeschnittene Anzeigen einblendet.

          Christian Müßgens

          Wirtschaftskorrespondent in Hamburg.

          Ein naheliegendes Geschäft, schließlich hat der zweitgrößte deutsche Versandhandelskonzern nach Amazon massenhaft Daten und weiß genau, wofür sich seine Kunden interessieren. „Das ist ein echter Mehrwert für Anbieter, mit denen wir zusammenarbeiten“, sagt Marcus Ackermann aus dem Vorstand der Otto Gruppe mit Sitz in Hamburg.

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