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Verkauf von Firmen-Software : SAP-Berater fahren Achterbahn

Norbert Rotter, Vorstandsvorsitzender der itelligence AG Bild: obs

Der Umbau des Software-Hauses setzt viele IT-Dienstleister unter Druck. Der Konzern hat ihnen in jüngster Zeit einiges zugemutet. Die Berater kommen kaum noch hinterher.

          5 Min.

          SAP ist nicht nur das teuerste Unternehmen Deutschlands und der einzige Softwarekonzern Europas, der der Konkurrenz in Amerika und Asien Paroli bieten kann. SAP hat im Laufe seiner Entwicklung auch ein riesiges Ökosystem um sich gebildet: Berater und Entwickler, sogenannte System-Integratoren, die ihr Geld damit verdienen, die Software von SAP zu verkaufen, anzupassen und zu warten. Sie zeigen den Kunden auf, was mit den Programmen überhaupt möglich ist. Die Berater hängen an SAP wie „Just married“-Dosen am Auto von Frischvermählten. Jeder Abzweig, jedes Schlagloch schleudert sie mit durch. Wenn SAP Programme in die Cloud verlagert, neue Lösungen kauft, alte einstellt – die Berater müssen mit.

          Bernd Freytag

          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          SAP hat seinen Dienstleistern in jüngster Zeit eine Menge zugemutet. Viele kommen mit der Transformation kaum noch nach – ihre Investitionen steigen, die Margen sinken. SAP selbst schätzt die Zahl dieser externen Berater auf 390.000. Norbert Rotter ist einer von ihnen, und zwar ein wichtiger. Rotter ist Geschäftsführer der Bielefelder Itelligence. Das Unternehmen mit 10.000 Beratern und gut einer Milliarde Euro Jahresumsatz versteht sich als größter Wiederverkäufer – Reseller – für SAP-Produkte überhaupt.

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