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Halbleiter-Konzern ASML : USA drängen europäischen Chipausrüster, weniger nach China zu verkaufen

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Trainees lernen in einem ASML-Trainingszentrum, wie man die hochmodernen Hightech-Maschinen benutzt. Bild: Reuters

Noch unter Donald Trump begann Washington, Chinas Zugang zu Hochtechnologie einzuschränken. Nun folgt der nächste Schritt.

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          Die amerikanische Regierung drängt offenbar die Niederlande, dem wichtigen Halbleiter-Unternehmen ASML den Verkauf von Technik nach China zu untersagen, die für eine Großteil der globalen Chipproduktion unerlässlich ist. Im Fokus stehen dabei, wie zu hören ist, einige Systeme aus dem Bereich „Deep Ultraviolet Lithography“, die am gängigsten bei der Produktion von Chips für Autos, Handys, Computer und Robotern sind. Das berichtet der Finanzdienst Bloomberg und verweist auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

          Das Thema ist demnach während des Besuchs des stellvertretenden US-Handelsministers Don Graves in den Niederlanden und in Belgien Ende Mai und Anfang Juni zur Sprache gekommen, als die Regierungen der Länder die Lieferketten-Problematiken erörterten. Während der Reise hatte Graves auch den Hauptsitz von ASML in Veldhoven besucht und Konzernchef Peter Wennink getroffen.

          Die von Washington vorgeschlagene Beschränkung würde ein bestehendes Moratorium für den Verkauf der fortschrittlichsten Produktionssysteme an China ausweiten. Die Volksrepublik hat sich zum Ziel gesetzt, in der Chip-Herstellung eine führende Position zu erreichen und ihren eigenen Bedarf selbst decken zu können. Die niederländische Regierung habe zusätzlichen Exportbeschränkungen für ASML in Bezug auf chinesische Chiphersteller noch nicht zugestimmt, berichten darüber informierte Personen.

          Die Bemühungen Chinas würden durch ein Verbot der DUV-Technologie weiter erschwert, nachdem die meisten Geräte mit der fortschrittlicheren EUV-Technik bereits entsprechenden Exportverboten nach China unterliegen. Das US-Handelsministerium und das niederländische Außenministerium lehnten Stellungnahmen ab.

          Eine ASML-Sprecherin betonte, die Debatte sei nicht neu. „Es wurden noch keine Entscheidungen getroffen und wir möchten weder spekulieren noch Gerüchte kommentieren“, führte sie aus. ASML ist der führende Hersteller von Lithografiesystemen, die für einen entscheidenden Schritt in der Chip-Produktion unerlässlich sind.

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