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Klage in Amerika : Mitarbeiterin wirft Amazon Rassismus vor

  • Aktualisiert am

Logo von Amazon an einem Gebäude des amerikanischen Unternehmens Bild: Reuters

Eine Managerin hält dem Online-Händler Amazon vor, sie wegen ihrer Hautfarbe zu benachteiligen. Nach Darstellung der Diskriminierungsklage ist das kein Einzelfall.

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          Der Online-Händler Amazon sieht sich einem Rechtsstreit gegenüber, in dem ihm Benachteiligung schwarzer Mitarbeiter vorgeworfen wird. Eine Managerin in der „Cloud Computing“-Sparte Amazon Web Services reichte jetzt eine Schadenersatzklage gegen das Unternehmen ein, in der es heißt, sie sei einem „systemischen Muster unüberwindbarer Diskriminierung auf Basis ihrer Hautfarbe und ihres Geschlechts“ ausgesetzt gewesen.

          Amazon habe sie vor vier Jahren eingestellt und auf einer niedrigeren Managementebene eingestuft als es ihrer Bewerbung und ihren Qualifikationen entsprochen habe. Sie habe trotzdem Aufgaben übernommen, wie sie auf der nächsthöheren Managementebene vorgesehen gewesen seien, sei aber erst nach zweieinhalb Jahren befördert worden.

          Nach Darstellung in der Klage ist dies kein Einzelfall. Amazon heuere schwarze Mitarbeiter regelmäßig auf niedrigeren Stufen an als Weiße mit vergleichbarer Qualifikation und bezahle ihnen auch weniger. Die Managerin, die noch immer im Unternehmen ist, fordert Schadenersatz in nicht bezifferter Höhe. Die Klage kommt wenige Tage nach einem ausführlichen Bericht des Online-Portals „Recode“, in dem gegenwärtige und frühere Amazon-Beschäftigte von weitreichender Benachteiligung schwarzer Mitarbeiter sprachen.

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