https://www.faz.net/-gqe-adj6c

Dominanz im Play Store : US-Bundesstaaten reichen weitere Wettbewerbsklage gegen Google ein

  • Aktualisiert am

Mit ihrer Klage wollen die Bundesstaaten Googles „illegale Monopolmacht“ beenden. Bild: Reuters

Die Klagewelle gegen den Internetkonzern reißt nicht ab. 36 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington DC werfen Google vor, seine Marktmacht beim Geschäft mit Apps zu missbrauchen.

          1 Min.

          Der Internetriese Google muss sich in den USA mit einem weiteren Kartellrechtsstreit auseinandersetzen. 36 Bundesstaaten und der Regierungsbezirk Washington DC reichten am Mittwoch (Ortszeit) eine Klage wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße beim Geschäft mit Apps für Android-Handys ein. Das geht aus der bei einem Bundesgericht in San Francisco eingereichten Klageschrift hervor. Eine Stellungnahme des Unternehmens lag zunächst nicht vor.

          „Einmal mehr sehen wir Google seine Dominanz ausnutzen, um auf verbotene Art Konkurrenz zu unterdrücken“, teilte New Yorks Generalstaatsanwältin Letitia James mit. „Wir reichen diese Klage ein, um Googles illegale Monopolmacht zu beenden und Millionen von Verbrauchern und Unternehmen endlich eine Stimme zu geben“. James führt das Bündnis der klagenden Bundesstaaten zusammen mit den Generalstaatsanwälten aus Utah, North Carolina und Tennessee an.

          Konkret dreht sich das neue Verfahren um Kartellrechtsverletzungen beim Geschäft mit Apps für den sogenannten Play Store von Googles Smartphone-Betriebssystem Android. Die Klage wirft der Alphabet-Tochter vor, ihre Marktmacht zu missbrauchen, um den Wettbewerb zu behindern. Dies führe für Nutzer zu höheren Preisen, geringerer Auswahl und einem Mangel an Innovation. Außerdem geht es etwa um die Höhe der Gebühren, die Google von App-Entwicklern verlangt.

          Es ist nur eines von einer Reihe von US-Kartellrechtsverfahren, die in den vergangenen Monaten gegen Google eröffnet wurden. 2020 hatten zahlreiche Bundesstaaten Klagen wegen angeblich illegaler Monopolstellungen des Unternehmens im Suchmaschinen- und Onlinewerbegeschäft eingereicht. Erst im vergangenen August war zudem ein Streit zwischen dem „Fortnite“-Entwickler Epic Games und dem iPhones-Hersteller Apple über App-Store-Gebühren entbrannt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) am 17. September in Wolfratshausen

          Edmund Stoiber wird 80 : Der CEO des modernen Bayerns

          Edmund Stoiber war wohl der letzte CSU-Vorsitzende, der den Mythos und den sagenhaften Erfolg der Partei verkörperte. Dabei war sein Aufstieg nicht vorbestimmt. Am Dienstag wird Stoiber 80 Jahre alt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.