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Unterstützung bei der Therapie : Wie Apps gegen Depressionen helfen sollen

Gesprächsbereit? Therapiestunde eines Patienten Bild: mauritius images

Viele Depressive warten mehrere Monate auf den ersten Termin beim Therapeuten. Dabei bräuchten sie sofort Hilfe. Apps wie Moodpath versprechen Unterstützung. Doch helfen sie wirklich?

          3 Min.

          Fünf bis sechs Millionen Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer Depression. Sich Hilfe zu suchen, fällt vielen Betroffenen allerdings schwer. Die Scham ist groß, auch die Angst vor Stigmatisierung. Hinzu kommt ein ganz praktisches Problem: Die Wartelisten für einen Termin beim Psychotherapeuten sind lang. Drei Monate dauert es in der Regel bis zum ersten Gespräch, drei weitere, bis tatsächlich eine Therapie beginnt, zeigen Zahlen der Bundespsychotherapeutenkammer. Einige Start-ups wollen Abhilfe leisten, die Hemmschwelle für an Depressionen erkrankte Menschen senken und sie dabei unterstützen, die Wartezeit bis zum Beginn einer Therapie zu überbrücken – sie stoßen auf wachsendes Interesse.

          Britta Beeger

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die App Moodpath zum Beispiel hat inzwischen eine Million Menschen in 45 Ländern erreicht, wie das hinter der Anwendung stehende Start-up Aurora Health an diesem Dienstag bekanntgeben wird. Mit Hilfe von Moodpath sollen Nutzer erkennen, ob sie depressiv sind. Zwei Wochen lang müssen sie dafür dreimal am Tag einen Fragebogen zum aktuellen Gemütszustand ausfüllen, der auf den offiziellen Kriterien zum Erkennen einer Depression basiert. Am Ende gibt die App in Form eines Arztbriefs eine Einschätzung ab, ob Anzeichen für eine Depression vorliegen und der Betroffene sich an einen Psychotherapeuten wenden sollte.

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