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Universal Robots : Roboter für die Industrie 5.0 – oder fürs Eierkochen

  • -Aktualisiert am

Universal Robots hat mit seinen leichten und flexiblen Roboterarmen die Robotertechnik revolutioniert. Bild: Hersteller

Das frühere Start-up Universal Robots wird oft übersehen. Dabei wachsen die Dänen rasant. Denn das Geschäftsmodell erinnert stark an den Technologiegiganten Apple.

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          Die eigenen Kinder als Versuchskaninchen einzusetzen bietet sich nicht in jeder Branche an. In Jürgen von Hollens Branche schon. Der Präsident des dänischen Roboterherstellers Universal Robots ließ seinen Sohn, zwölf Jahre alt, unlängst einen sogenannten kollaborierenden Roboter – kurz: Cobot – neu programmieren und war danach ganz angetan. Auch vom Filius, vor allem aber vom Cobot. Denn das Unternehmen mit Sitz in Odense, ein Pionier auf dem Gebiet der Leichtbauroboter, will neue Flexibilität in die Produktion bringen. Dafür ist das schnelle Umprogrammieren essentiell. Kunden könnten dann nämlich mit demselben Roboter heute Schrauben sortieren, morgen Aluprofile reichen und übermorgen Gläser stapeln oder Brötchen backen. Dass von Hollens Sohn ohne allzu große Vorkenntnisse nur etwas mehr als 40 Minuten brauchte, um den kleinen automatischen Helfer für eine neue Aufgabe zu programmieren, war also ermutigend für den Vater, Chef eines der am schnellsten wachsenden Unternehmen der Branche.

          Uwe Marx
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Universal Robot bleibt hierzulande meistens unter dem Radar, wenn es um den rasant wachsenden Robotermarkt geht. In Zusammenhang mit Industrierobotern ist meistens von Konzernen wie Kuka, ABB, Fanuc und Co. die Rede. Dabei haben die Dänen in einer Nische der Branche einen erstaunlichen Aufschwung genommen. Gerade erst hat Universal Robots die Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorgestellt: Das 2005 gegründete Unternehmen, das drei Jahre später den ersten kollaborierenden – also unmittelbar neben und mit Menschen arbeitenden – Roboter auf den Markt gebracht hat, steigerte seinen Umsatz um 72 Prozent auf umgerechnet 150 Millionen Euro. Das vor fünf Jahren avisierte Ziel von einer Milliarde dänischen Kronen bis Ende 2017 wurde damit übertroffen. Und von Hollen, der deutsche Wurzeln hat und in der Nähe von Frankfurt zu Hause ist, sagt im Gespräch, dass es bei großen Zielen bleibe: 100 Prozent Wachstum jährlich, eine Milliarde Umsatz bis zum Jahr 2021, diesmal in Euro, nicht in Kronen – warum denn nicht?

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