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Konzern-Umweltchefin Jackson : „Apple hat den ehrgeizigsten Klimaplan“

Hat sich auch in punkto Klimaschutz große Ziele gesetzt: Apple Bild: Reuters

Mehr erneuerbare Energie, Recycling und neue Roboter: Apple-Managerin Lisa Jackson spricht über die Klimaziele des Konzerns – und ihre Haltung zu Donald Trump.

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          Große amerikanische Technologie-Unternehmen haben unlängst reihenweise öffentlichkeitswirksame Klimaziele verkündet. Der Online-Händler Amazon.com hat versprochen, bis 2040 klimaneutral zu arbeiten, der Softwareanbieter Microsoft will schon 2030 „CO2-negativ“ sein, also mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre nehmen, als er selbst produziert.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Der Elektronikkonzern Apple hat sich ebenfalls Ziele für 2030 gesetzt und will dann nicht nur in seinen eigenen Büros, Geschäften und Rechenzentren klimaneutral sein, was er schon heute für sich reklamiert, sondern auch in seiner gesamten Lieferkette. Es ist eine etwas verwirrende Vielfalt von Vorhaben, aber Lisa Jackson, die in der Apple-Führung für Umweltfragen verantwortlich ist, sieht ihr Unternehmen im Branchenvergleich vorn.

          Die Lieferkette ist einer der größten Brocken

          „Apple hat den ehrgeizigsten Klimaplan“, sagt sie im Gespräch mit der F.A.Z. Es sei eine besonders große Herausforderung, die industrielle Produktion von Geräten auf Klimaneutralität umzustellen, zumal in den Dimensionen eines Unternehmens wie Apple.

          Der iPhone-Hersteller hat unter seinem Vorstandsvorsitzenden Tim Cook in den vergangenen Jahren verstärkt versucht, sich als klimafreundlich zu positionieren. 2013 heuerte er Jackson an, die vorher mehrere Jahre die amerikanische Umweltbehörde EPA geführt hatte und direkt an Cook berichtet. Mit ihr erreichte Apple 2018 das Ziel, alle eigenen Standorte vollständig mit erneuerbarer Energie zu betreiben.

          Lisa Jackson
          Lisa Jackson : Bild: Roland Lindner

          Diese Energie wird nicht nur zugekauft, Apple baut auch eigene Solar- und Windanlagen und investiert in sie. Mehr als 80 Prozent der von Apple verbrauchten erneuerbaren Energieträger stammen heute nach Angaben des Unternehmens aus solchen selbst initiierten Projekten.

          Ein viel größerer Brocken auf dem Weg zu Klimaneutralität ist aber die Lieferkette. Mehr als drei Viertel seines gesamten Kohlendioxidausstoßes führt Apple auf die Produktion seiner Lieferanten zurück, und davon wiederum entfällt die überwiegende Mehrheit auf Stromversorgung.

          Die Schwierigkeit, den gesamten Prozess klimaneutral zu machen, liegt nach Jacksons Darstellung in der Komplexität der Lieferkette. Denn es gehe darum, Emissionen nicht nur bei den direkten Lieferanten zu senken, sondern auch bei deren Lieferanten bis hin zu den Rohstoffproduzenten. Nicht zu allen diesen Unternehmen habe Apple eine direkte Beziehung.

          Henkel, Tesa und Foxconn

          Apple sagt, mehr als 70 Lieferanten hätten sich bislang verpflichtet, bis 2030 in ihrer Produktion für das Unternehmen ausschließlich erneuerbare Energien zu verwenden, einige von ihnen wollten das Ziel schon früher erreichen. In dieser Woche teilte Apple mit, auch der deutsche Batteriehersteller Varta zähle jetzt zu dieser Gruppe.

          Bislang hatten weder Apple noch Varta ihre Geschäftsbeziehung offiziell bestätigt, wobei in der Branche bekannt ist, dass Varta Batterien für Apples kabellose „Airpod“-Kopfhörer herstellt. Vor Varta haben aus Deutschland auch schon Henkel und die Beiersdorf-Tochtergesellschaft Tesa zugesagt, die Klimavorgaben ihres prominenten amerikanischen Kunden erfüllen zu wollen.

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