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Mitfahrdienst Grab übernimmt : Uber verkauft sein Südostasien-Geschäft

  • Aktualisiert am

Uber in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi Bild: AP

Schon früher hatte der Mitfahrdienst Uber den Schulterschluss mit lokalen Wettbewerbern gesucht. In diesem Fall haben beide Unternehmen auch denselben Investor.

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          Der Fahrdienstvermittler Uber zieht sich einem Insider zufolge aus einem weiteren vielversprechenden Markt in Asien zurück. Der amerikanische Konzern verkaufe sein Südostasien-Geschäft an den dortigen Konkurrenten Grab und erhalte dafür bis zu 30 Prozent an dem so entstehenden Unternehmen, sagte eine mit dem Plan vertraute Person an diesem Sonntag. Die Transaktion könnte schon am Montag offiziell bekanntgegeben werden. Beide Konzerne lehnten eine Stellungnahme ab. 2016 hatte Uber sein China-Geschäft an den dortigen Rivalen Didi Chuxing abgegeben und dafür ebenfalls eine Beteiligung erhalten.

          Noch im Februar hatte Uber-Chef Dara Khosrowshahi bei einem Besuch in Indien angekündigt, sein Unternehmen werde weiter aggressiv in der Region Südostasien investieren, auch wenn dort Verluste drohten. In dem schnell wachsenden Wirtschaftsraum leben 640 Millionen Menschen.

          Mitbewerber Grab ist in 190 Städten in Ländern wie Singapur, Thailand, Indonesien, den Philippinen, Vietnam und Kambodscha aktiv. 

          Uber und Grab vermitteln Fahrgäste an Privattaxis – ein Geschäftsmodell, das in vielen Ländern umstritten ist. Beide Firmen haben Milliardensummen von internationalen Investoren erhalten, mit denen sie ihre Marktanteile steigern wollen. Ein großer Aktionär von Grab ist der japanische Mischkonzern Softbank, der zuletzt auch Milliarden in Uber investiert hatte und auf eine Konsolidierung dringt, um das Fahrdienst-Geschäft profitabler zu machen.

          Deutliche Rabatte sind in dem Geschäft üblich, um Kunden anzulocken. Das ist ein zentraler Grund, warum Uber nach wie vor Milliardenverluste einfährt. Das amerikanische Start-up ist bekannt für seine aggressive globale Expansion – hatte aber schon auf ähnliche Weise nach hohen Verlusten in China sowie in Russland den Schulterschluss mit lokalen Wettbewerbern gesucht.

          Der neue Chef Khosrowshahi strebt einen Börsengang im kommenden Jahr an und will bis dahin die Finanzen sanieren. Über die aktuellen Uber-Pläne hatte am Sonntag zunächst Bloomberg berichtet.

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