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Tücken der DSGVO : Loch im Datentresor

  • -Aktualisiert am

Der Grundgedanke der Datenschutzgrundverordnung ist edel und gut, eröffnet aber Angriffspunkte. Das sollten auch die Apologeten einer Datenteilungspflicht für Digitalkonzerne bedenken.

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          Meine Daten gehören mir!“ erklingt der Schlachtruf von Verbraucherschützern – und folgerichtig gewährt die Datenschutzgrundverordnung in Artikel 15 jedem einen Anspruch zu erfahren, welche personenbezogene Daten Unternehmen über sie speichern. Der Gedanke ist edel und gut, eröffnet aber Angriffspunkte, wie ein Hacker in Las Vegas gezeigt hat: Er schaffte es, sich fremde Daten zu erschleichen.

          Menschen tricksen Menschen aus, wann immer es geht – und je gestresster die Opfer sind, desto leichter ist es. In der Öffentlichkeit werden die falschen Gefahren diskutiert: Nicht der summende Datenserver mit Terabytes an persönlichen Informationen gefährdet die informationelle Selbstbestimmung, nicht die verdächtig gezielte Werbung im Netz.

          Gefährlich sind gestresste Mitarbeiter, die in Eile Datenpakete zusammenschnüren müssen, weil hohe Bußgelder drohen. Diese Gefahr sollten sich auch die Apologeten einer Datenteilungspflicht für Digitalkonzerne vor Augen halten. Denn selbst maschinelle, vermeintlich anonyme Daten bergen Risiken für den Einzelnen. Und wer neue Löcher in die Datentresore der Konzerne bohrt, schafft auch neue Risiken.

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