https://www.faz.net/-gqe-9hcux

Schadsoftware : Emotet wütet so schlimm wie nie

Cyberangriffe verursachen jedes Jahr einen Milliardenschaden. Bild: dpa

Der Trojaner Emotet treibt schon seit Jahren sein Unwesen im Internet. Nun schlagen sogar Deutschlands Internetverteidiger Alarm.

          1 Min.

          Der Trojaner Emotet treibt schon seit Jahren sein Unwesen im Internet – aber in diesen Tagen offenbar ganz besonders schlimm, so dass sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor dem Schadprogramm warnt. „Emotet gilt als eine der gefährlichsten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit und verursacht auch durch das Nachladen weiterer Schadprogramme aktuell hohe Schäden auch in Deutschland“, teilte das BSI mit.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Behörde erhielt nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen „eine auffällige Häufung“ von Meldungen zu schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfällen, die im Zusammenhang mit Emotet stünden. In Einzelfällen sei es durch Ausfälle der kompletten IT-Infrastruktur zu Einschränkungen kritischer Geschäftsprozesse gekommen, die Schäden in Millionenhöhe nach sich zögen, hieß es.

          Daneben seien dem BSI weitere Fälle mit weniger schwerem Verlauf gemeldet worden. Dabei hätten Malware-Analysten des Bonner Amtes Emotet-Infektionen nachweisen können.

          „Emotet wird derzeit weiterhin über groß angelegte Spam-Kampagnen verteilt und stellt daher eine akute Bedrohung für Unternehmen, Behörden und Privatanwender dar“, betonte das Bundesamt. Man habe im Rahmen des eigenen gesetzlichen Auftrags die Betreiber kritischer Infrastrukturen, staatliche Einrichtungen in Bund und Ländern sowie Teilnehmer der Allianz für Cyber-Sicherheit abermals vor Emotet gewarnt.

          Eine erste Programmversion ist dem Sicherheitsunternehmen Kaspersky zufolge schon im Sommer 2014 aufgetaucht. Emotet wird über echt und offiziell wirkende Spam-Mails verbreitet. Die hochautomatisierte Software versucht unter anderem, von Computernutzern sensible Daten abzufischen. Nutzer sollte auch bei vermeintlich bekannten E-Mail-Adressen Vorsicht walten lassen, bevor sie auf Links klicken oder Mail-Anhänge öffnen.

          Weitere Themen

          So funktioniert die Maskenhalterung Video-Seite öffnen

          Kreativer Friseur : So funktioniert die Maskenhalterung

          Unverhofft wurde Enzo Olizzo zum Erfinder. Der Inhaber eines Friseursalons und seine Kunden störten gleichermaßen die Gesichtsmasken – also dachte er sich eine Halterung aus, die bequemer ist und keine Druckstellen macht.

          Topmeldungen

          Trumps radikale Basis : Extremistisch, esoterisch und gewaltbereit

          Neue Umfragen zeigen: 64 Prozent der Republikaner unterstützen weiterhin Donald Trump – trotz der Erstürmung des Kapitols. Über die Hälfte wünscht sich eine zweite Amtszeit. Wie konnte sich die Trump-Basis derart radikalisieren?
          Zwangsimpfung?

          Impfen gegen Corona : Die Pflicht zur Freiheit

          Niemand wird zur Impfung gezwungen werden. Aber ein Impfnachweis für bestimmte Gelegenheiten ist kein Teufelszeug, sondern ein Schritt zurück zur Normalität.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.