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Alexander Armbruster (ala.)

Trump gegen Peking : Trennungs-Schmerz

Mehr als 1 Milliarde Menschen auf der ganzen Welt nutzen Wechat. Bild: dpa

Der Preis der digitalen Entkopplung zwischen Amerika und China hoch. Doch auf beiden Seiten des Pazifiks sind derzeit Regierungen an der Macht, die womöglich bereit sind, ihn zu zahlen.

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          Die amerikanische Regierung knöpft sich eine weitere prominente chinesische App vor – Wechat. Washington eskaliert mit diesem Schritt den Streit der Wirtschaftsmächte abermals. Denn dieser Dienst symbolisiert den erfolgreichen technischen Fortschritt der Volksrepublik wie kaum ein anderes Angebot, mehr noch als Tiktok.

          Das dahinterstehende Unternehmen Tencent ist ein Internetweltkonzern, der für den Anspruch der Führung in Peking steht, digitale Maßstäbe zu setzen auch in anderen Ländern. Die Trump-Administration geht dagegen nun zunehmend aggressiv vor. Sie will nicht länger zulassen, dass China weiterhin beliebte amerikanische Online-Dienste wie Google und Facebook blockiert, „eigene“ Produkte aber uneingeschränkt expandieren darf – und führt damit ein durchaus valides Argument an.

          Technisch steht diesem Ansinnen, zumindest bezogen auf die chinesischen Apps, wenig entgegen, juristisch scheint die Angelegenheit weniger klar. Doch was folgt daraus langfristig? Schränkt Peking irgendwann doch Apple oder amerikanische Chiphersteller auf dem für sie wichtigen chinesischen Markt ein?

          Der Preis der digitalen Entkopplung ist hoch. Doch womöglich sind auf beiden Seiten des Pazifiks derzeit Regierungen an der Macht, die bereit sind, ihn zu zahlen.

          Alexander Armbruster
          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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