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Dating-App : Tinder-Gründer verklagen neue Besitzer auf zwei Milliarden Dollar

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Tinder steht sogar schon Pate für thematische Straßenfeste – wie hier in Brasilien, wo die Studentin Luiza Rocha die ikonischen App-Symbole hält. Bild: AP

Tinder hat das Dating auch in deutschen Großstädten aufgemischt. Nun entbrennt ein Streit um den Wert der Firma: Die Gründer fühlen sich von den neuen Besitzern um Geld gebracht – und reichen eine Milliardenklage ein.

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          Die Gründer der populären Dating-App Tinder haben zusammen mit acht ehemaligen und aktuellen Führungskräften eine Milliardenklage gegen die Firma hinter Tinder, die Match Group, eingereicht. Die Kläger verlangen mindestens 2 Milliarden Dollar Schadenersatz, weil die neuen Besitzer den Wert der Dating-App manipuliert hätten. Wie der Sender CNN am Dienstagabend berichtete, wurde die Klage am Dienstag an einem Gericht des Bundesstaats New York eingereicht. Die Klage wird durch die bekannte Kanzlei Gibson Dunn vertreten, die schon andere große Tech-Firmen wie Facebook, Apple und Uber repräsentiert hat.

          Der Rechtsstreit dreht sich um eine Analyse von Tinder aus dem Jahr 2017, die amerikanische Banken durchgeführt hatten, um einen Wert für Aktienoptionen festzulegen, die an den Tinder-Mitgründer Sean Rad und andere frühe Mitarbeiter ausgezahlt wurden. Tinder und die Match Group gehören inzwischen mehrheitlich der amerikanischen Holding Interactive Corp (IAC).

          Die Klage gibt an, dass Tinders Umsatz innerhalb eines Jahres um 136 Prozent gewachsen sei, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. 2018 erwarte die Firma Erlöse von 800 Millionen Dollar. IAC und die Match Group hätten „falsche, irreführende und unvollständige Finanzdaten und Ausblicke“ verwendet, um eine künstlich niedrige Bewertung der App herbeizuführen und den Gründern weniger Geld zahlen zu müssen.

          Es wurde kein Wertpapier gefunden!

          Die Klage enthält dem Bericht zufolge zudem den Vorwurf sexueller Belästigung gegen Tinders ehemaligen Chef Greg Blatt. Die Beklagten äußerten sich gegenüber CNN zunächst nicht. Der Aktienkurs der Match-Aktie gab nach Bekanntwerden der Nachricht zeitweise um fast 4 Prozent nach.

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