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Nach Exekutivanordnung : Tiktok-Mitarbeiter gehen gegen Trump vor

  • Aktualisiert am

Ein Tiktok-Büro in Los Angeles Bild: AFP

„Die Mitarbeiter haben richtig erkannt, dass ihre Jobs und ihre Bezahlung aktuell in Gefahr sind“, sagt der Anwalt der Tiktok-Angestellten. Die Maßnahme der Trump-Regierung gegen ihren Arbeitgeber halten sie für verfassungswidrig.

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          Amerikanische Mitarbeiter der Video-App Tiktok wehren sich gegen Präsident Donald Trumps jüngste Schritte gegen die beliebte App. Sie wollten eine Klage einreichen gegen Trumps Exekutivanordnung von vergangener Woche, teilte der Anwalt der Mitarbeiter, der Internetaktivist Mike Godwin, mit. Diese werde getrennt von der schon bestehenden Klage des Unternehmens hinter Tiktok, dem chinesischen Internetkonzern Bytedance, laufen.

          Trump hatte vergangene Woche per vage formulierter Exekutivanordnung Geschäfte mit Bytedance und dem Messengerdienst Wechat verboten. Sie seien eine Gefahr für die nationale Sicherheit, die Außenpolitik und die Wirtschaft, argumentierte er.

          Stellen und Bezahlung in Gefahr

          Die Tiktok-Anordnung soll im September in Kraft treten. Die Folgen für die 100 Millionen amerikanischen Nutzer der App sind unklar. Die meisten von ihnen sind Jugendliche oder junge Erwachsene, die dort kurze Videos veröffentlichen und sich andere anschauen. Unklar ist auch, ob die Anordnung es Tiktok verbieten würde, seine gut 1500 Mitarbeiter in den Vereinigten Staaten zu bezahlen.

          „Die Mitarbeiter haben richtig erkannt, dass ihre Jobs und ihre Bezahlung aktuell in Gefahr sind“, sagte Godwin. Vor Gericht wollten sie wie der Mutterkonzern Bytedance argumentieren, dass Trumps Exekutivanordnung verfassungswidrig sei.

          Eine Sprecherin von Tiktok sagte, in die Initiative der Mitarbeiter habe sich das Unternehmen nicht eingemischt und keine Absprachen getroffen. Aber es respektiere das Recht der Mitarbeiter, zusammen ein ordentliches Gerichtsverfahren anzustreben. Es teilte am Donnerstag nicht mit, ob es eine eigene Klage anvisiert.

          Derweil verteidigte Trumps Pressesprecherin Kayleigh McEnany die Anweisungen gegen Tiktok und Wechat. Die amerikanische Regierung wolle Bürgerinnen und Bürger vor allen Cyber-Gefahren schützen „und diese Apps sammeln eine gehörige Menge privater Daten von Nutzern“. Die chinesische Regierung könne darauf zugreifen und die Daten nutzen.

          Zu dem Vorwurf hat Tiktok mehrfach gesagt, es sammle Daten wie Tausende andere mobile Apps auch. Vergangene Woche hieß es in einer Stellungnahme: „Wir haben deutlich gemacht, dass Tiktok nie Nutzerdaten mit der chinesischen Regierung geteilt hat und Inhalte nicht auf deren Aufforderung zensiert hat.“

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