https://www.faz.net/-gqe-9wp64

„Begleiteter Modus“ : Tiktok führt Eltern-Aufsicht ein

Tiktok-Logo Bild: Reuters

Mit einem neuen Modus können Eltern stärker kontrollieren, was ihre Kinder auf Tiktok tun. Es ist nicht die erste Neuerung, mit der das Videonetzwerk auf die Kritik an sich reagiert.

          1 Min.

          Eltern können künftig mehr Kontrolle darüber ausüben, wie sich ihr Kind im Videonetzwerk Tiktok bewegt. Die unter Jugendlichen beliebe App führte am Mittwoch in Europa eine neue Funktion ein, mit der Eltern unter anderem die Zeit festlegen können, die Kinder auf Tiktok verbringen dürfen.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Außerdem können sie einstellen, dass ihr Nachwuchs nur von seinen Freunden Nachrichten empfangen darf sowie dass ihm nur altersgerechte Videos angezeigt werden. Voraussetzung ist, dass auch ein Elternteil die Tiktok-App auf seinem Smartphone hat und dieser „begleitete Modus“ auf dem Handy des Kindes aktiviert wird.

          Über das Abfotografieren eines QR-Codes wird das Elterngerät an das des Kindes gekoppelt, so dass die Einstellungen vorgenommen werden können. Die Idee dahinter ist, dass Eltern und Kinder sich auf die Einstellungen einigen und sie gemeinsam festlegen, wie es hieß. Die Erziehungsberechtigten sehen auch nicht, welche Videos ihre Kinder sich anschauen oder was in den Nachrichten steht, die sie schreiben. Der begleitete Modus ist in den Privatsphäre-Einstellungen der Tiktok-App unter „Digital Wellbeing“ zu finden.

          Tiktok ist ein soziales Netzwerk wie Instagram, basiert aber anders als dieses auf dem Hochladen und Teilen von kurzen Videos. Die App gehört zu den am meisten heruntergeladenen der Welt; sie zählt auf der Welt geschätzt mehr als 600 Millionen monatlich aktive Nutzer. Hinter Tiktok steht das chinesische Unternehmen Bytedance, das mit einer Bewertung von 75 Milliarden Dollar als wertvollstes Start-up der Welt gilt.

          Da das Netzwerk vor allem unter jüngeren Jugendlichen beliebt ist, stand es häufig unter anderem wegen Jugendschutzbedenken in der Kritik. Offiziell müssen Kinder zur Nutzung mindestens 13 Jahre alt sein. In den vergangenen Monaten ist Tiktok verstärkt auf seine Kritiker zugegangen und hat mehrere Funktionen zum sicheren Umgang mit der App vorgestellt. Zum Beispiel können sich Nutzer auch selbst eine Maximalzeit verordnen oder kontrollieren, wer ihre Inhalte sehen kann.

          Weitere Themen

          Millionen Schüler werden zu Hause unterrichtet Video-Seite öffnen

          „Corona-Ferien“ : Millionen Schüler werden zu Hause unterrichtet

          Millionen Schüler in Deutschland können wegen der Coronavirus-Pandemie seit Wochen nicht zur Schule. Stattdessen bekommen sie ihre Aufgaben von den Lehrern per E-Mail oder über Schul-Apps gestellt. Aber nicht alle Kinder können vom Online-Unterricht profitieren.

          Topmeldungen

          Mundschutzpflicht : Wiener Maskenball

          Wer in den Supermarkt geht, soll eine Gesichtsmaske tragen. Mit dieser neuen Vorgabe möchte Österreichs Regierung gerne die geltenden Ausgangsbeschränkungen lockern. Doch im Land steigen die Infektionszahlen ungebremst.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.