https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/digitec/thema-des-digitalgipfels-was-plattformoekonomie-bedeutet-16455898.html

Thema des Digitalgipfels : Was bedeutet eigentlich Plattformökonomie?

Außen Bus, innen Plattform: Flixbus ist ein Beispiel für ein Unternehmen, dass die Vorteile der Plattformökonomie erkannt hat. Bild: Reuters

Über Plattformen debattiert zur Zeit die ganze Wirtschaft, auch die Bundesregierung stellt das Thema in den Mittelpunkt ihres Digitalgipfels heute. Viele schüren Ängste. Doch was ist mit dem Terminus eigentlich gemeint?

          3 Min.

          Eine Urlaubsreise im Deutschland des Jahres 2019: Wir fahren mit einem Busunternehmen in den Urlaub, das keinen einzigen Bus besitzt. Die Unterkunft haben wir von einem Anbieter gebucht, der keine einzige Ferienwohnung hat. Und zum Busbahnhof hat uns ein Fuhrunternehmen gebracht, das kein einziges Taxi sein eigen nennt. Die Liste ließe sich fortsetzen, etwa auf Essenslieferdienste, Preisvergleichportale für Energie- oder Telekommunikationsverträge oder Geldanlageplattformen.

          Bastian Benrath
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das nämlich ist das Zauberwort, dem auch die Bundesregierung einen großen Teil ihres Digitalgipfels in dieser Woche in Dortmund widmet: Plattformen – und die Verwerfungen, die sie im traditionellen Geschäftsmodell zahlreicher Unternehmen auslösen. „Manager, die glauben, Plattformen hätten keine Auswirkung auf ihr Unternehmen, die müssen wir ganz schnell aufwecken“, sagte jüngst der Präsident des Digitalwirtschaftsverbands Bitkom, Achim Berg. „Ich kann mir kaum eine Branche vorstellen, in der eine Plattform nicht disruptiv tätig werden kann.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Soli-Aktion für Olena Selenska : Sitzen wie eine First Lady

          Das „Vogue“-Cover mit Olena Selenska würde die Kriegszerstörungen als Glamour-Kulisse missbrauchen, hieß es. Jetzt antworten Ukrainerinnen mit der Fotoaktion #sitlikeagirl auf die Vorwürfe – kraftvoll und heimtückisch.
          Sinnblind den Faden verloren: Stephanie Müther (links, 2. Norn) und Kelly God (3. Norn) am Beginn der „Götterdämmerung“.

          Bayreuther Festspiele : Ein Stinkefinger fürs um Deutung bemühte Publikum

          Abschied von der Lesbarkeit der Welt: Nach der „Götterdämmerung“ entlädt sich in Bayreuth der geballte Hass des Publikums auf Valentin Schwarz, den Regisseur des neuen „Rings“. Doch dieses Fiasko erzählt viel über unsere Situation.
          Autoproduktion in China: Noch sind westliche Marken hier tonangebend.

          Unternehmen in China : Kofferpacken für den Ernstfall

          Die wirtschaftliche Verflechtung mit China ist eng, ein Kurswechsel wegen geopolitischer Komplikationen für Unternehmen undenkbar – eigentlich. Intern läuft die Szenarioanalyse in den Konzernzentralen längst auf Hochtouren.