https://www.faz.net/-gqe-9gv16

Absatzschwäche : Tesla muss wegen Zollstreit Preise in China senken

  • Aktualisiert am

Besucher einer Automesse in Schanghai begutachten einen Tesla Model X Bild: AFP

Der Handelskonflikt zwischen Amerika und China trifft den amerikanischen E-Autohersteller Tesla. Um Zölle zu kompensieren, geht Tesla mit den Preisen runter.

          1 Min.

          Der Elektroautohersteller Tesla senkt die Preise für die Modelle X und S in China. Damit sollen die Zölle kompensiert werden, die infolge des Handelskrieges zwischen Amerika und China auf Auto-Importe verhängt wurden, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

          Mit den Preissenkungen zwischen zwölf und 26 Prozent würden die Autos auf dem schnell wachsenden Markt für Elektroautos in China erschwinglicher. Tesla ist von den Strafzöllen besonders betroffen, weil das Unternehmen alle in China verkauften Fahrzeuge dorthin exportiert.

          Im Juli hatte Tesla die Preise für seine Modelle X und S noch um rund 20 Prozent angehoben. Im vergangenen Monat klagte Tesla dann über Absatzprobleme in China wegen der höheren Zölle. Außerdem verstärkte das Unternehmen die Investitionen in seine erste Fertigungsstätte in China. Sie soll bei Schanghai entstehen.

          Die Vereinigten Staaten verhängen mittlerweile Zölle auf Einfuhren aus China im Volumen von 250 Milliarden Dollar. Die Volksrepublik reagierte mit Zöllen auf amerikanische Güter im Wert von 110 Milliarden Dollar. Präsident Donald Trump droht wiederum damit, sämtliche übrigen Importe aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt im Umfang von 267 Milliarden Dollar mit Zöllen zu belegen.

          Am Mittwoch stellte der amerikanische Handelsbeauftragte Robert Lighthizer einen Zwischenbericht vor, wonach die bisherigen Strafzölle der Vereinigten Staaten die Volksrepublik nicht dazu bewegt hätten einzulenken. Amerika wirft China unfaire Handelspraktiken den Diebstahl geistigen Eigentums vor. 

          Ende des Monats wollen sich Trump und der chinesische Präsident Xi Jinping auf dem G20-Gipfel in Argentinien treffen. Dass sich beide auf einen „Deal“ einigen, gilt als unwahrscheinlich – gerade erst verschärften sich die Spannungen zwischen den beiden Ländern auf dem Wirtschaftsgipfel des Asien-Pazifik-Raums (Apec).

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          5:0 gegen Schalke : Die Bayern blasen zur Jagd auf Leipzig

          Die Münchner erteilen Schalke eine Lehrstunde und kommen Spitzenreiter Leipzig, der sein Spiel in Frankfurt verliert, nah. Die Bayern indes siegen imposant – auch weil der Torwart der Königsblauen zwei Mal patzt.
          Demonstranten in Leipzig

          Sechs Polizisten verletzt : Wieder Krawall in Leipzig

          Etwa 1300 Menschen demonstrieren in Leipzig gegen das Verbot einer linksextremen Online-Plattform. Zunächst bleibt der Protest friedlich, dann fliegen Steine. Die Polizei kesselt die Demonstranten ein, sechs Beamte werden verletzt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.