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Streit um Auflagen : Telekom: Superschnelles Internet wird zum Desaster

Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, spricht auf der Bilanzpressekonferenz in Bonn. Bild: dpa

5G gilt als die Schlüsseltechnologie für Deutschlands digitale Entwicklung. Doch um die Vergabe der Lizenzen gibt es immer mehr Streit: Die Telekom wirft der Politik zu viele Auflagen vor. Und die Gewerkschaft Verdi will einen Bewerber gleich ganz ausschließen.

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          Als die Pressekonferenz eigentlich schon zu Ende und zu den glänzenden Geschäftszahlen der Deutschen Telekom alles gesagt war, legte Tim Höttges in Sachen 5G noch einmal richtig los. Was folgte, war eine Standpauke an die Adresse der Politik und ihren immer länger werdenden Katalog von Forderungen an die Mobilfunkbetreiber. „Hier gibt es einen politischen Wettbewerb um möglichst hohe Auflagen, ohne Rücksicht darauf, ob die Betreiberunternehmen das überhaupt leisten können. Deutschland droht ein industriepolitisches Desaster“, warnte der Telekom-Vorstandsvorsitzende.

          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Die Nervosität wächst. In wenigen Tagen muss die Bundesnetzagentur die Bedingungen für die 5G-Auktion festlegen. Höttges befürchtet, dass die eigentlich der Unabhängigkeit verpflichtete Behörde dabei „politisch instrumentalisiert“ wird. Dann kommt er zu dem Thema, das neben der Telekom auch Vodafone und dem O2-Anbieter Telefónica Deutschland besonders unter den Nägeln brennt: den lauter werdenden Forderungen, dass ein möglicher Newcomer wie der Internetkonzern United Internet die bestehenden Mobilfunknetze mitnutzen darf. „Wer das fordert, stellt sich gegen den Ausbau im ländlichen Raum und verliert die digitale Zukunft Deutschlands“, hält Höttges dagegen.

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