https://www.faz.net/-gqe-9o78t

Tech-Konzerne an Trump : Wir wollen keine Laptop-Zölle!

  • Aktualisiert am

Ein Microsoft-Tablet aus dem Jahr 2012 Bild: dpa

Der amerikanische Präsident Trump liebäugelt damit, in einer möglichen neuen Zoll-Runde gegen China auch Laptops und Tabelts auf die Liste zu setzen. Führende amerikanische PC-Hersteller laufen dagegen Sturm.

          1 Min.

          Führende amerikanische Technologiekonzerne sind Vorschlägen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump entgegengetreten, im Handelsstreit mit China auch Laptops und Tablets mit Strafzöllen zu belegen. Solche Zölle würden die Kosten für die mobilen Computer in die Höhe treiben, warnten die PC-Hersteller Dell und HP, der Softwareriese Microsoft und der Chip-Hersteller Intel am Mittwoch in einer gemeinsamen Erklärung.

          Dies würde zulasten der amerikanischen Kunden und der heimischen Branche gehen und nichts an den von Trump als unfair kritisierten Handelspraktiken Chinas ändern. Die Preise in Amerika für Laptops und Tablets würden um mindestens 19 Prozent und damit 120 Dollar im Schnitt steigen. Dadurch könnten die mobilen Computer für viele Kunden unerschwinglich werden. 52 Prozent der in den Vereinigten Staaten verkauften Laptops und Tablets stammen von Dell, HP und Microsoft.

          In einer weiteren Stellungnahme mit den japanischen Videospiele-Rivalen Nintendo und Sony, erklärte Microsoft, dass solche Zölle auf Spielekonsolen Innovationen abwürgen, den Verbrauchern schaden und Tausende Jobs gefährden könnten. Trump hat China mit weiteren Strafzöllen auf Importe im Volumen von 300 Milliarden Dollar gedroht. Seit Montag können sich Unternehmen dazu äußern.

          Die Anhörung durch die Behörde des Handelsbeauftragten Robert Lighthizer endet am Dienstag. Da danach eine siebentägige Stillhalte-Periode beginnt, dürfte Trump gegebenenfalls frühestens am 2. Juli die neuen Zölle in Kraft setzen. Allerdings trifft sich Trump zuvor noch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping am Rande des G20-Gipfels in Japan am 28. und 29. Juni, um über eine Lösung des Streits zu sprechen.

          Weitere Themen

          Trump verlängert Eindämmungs-Maßnahmen Video-Seite öffnen

          Corona-Virus in Amerika : Trump verlängert Eindämmungs-Maßnahmen

          Wie in vielen anderen Ländern auch sind die amerikanischen Bürger aufgerufen, möglichst viele direkte Kontakte zu vermeiden. Das hat verheerende Auswirkungen auf die Wirtschaft. Gleichzeitig stiftet Präsident Trump Verwirrung - mit Bemerkungen über ein angebliches Fehlverhalten von Krankenhäusern.

          Topmeldungen

          Logo der Christdemokraten

          Streit über Corona-Bonds : Das Für und Wider der Union

          In der Union ist man sich uneinig darüber, wie mit den im Zuge der Corona-Krise verursachten Schulden innerhalb der Länder der Europäischen Union umzugehen ist. Corona-Bonds sind ebenso im Gespräch wie ein sogenannter „Dreiklang der Solidarität“.

          Corona-Krise : Der Fluch der Zweitwohnsitze

          Raus aus dem Corona-Wahnsinn: Rund um den Globus geraten Menschen in die Kritik, die in ihre Zweitwohnungen flüchten. Vielerorts fahndet jetzt sogar die Polizei nach den unerwünschten Besuchern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.