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Nach Kursverfall : TeamViewer trennt sich von Finanzchef

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Das Logo des Software-Herstellers Teamviewer am Hauptsitz in Göppingen Bild: dpa

50 Prozent ihres Wertes hat die TeamViewer-Aktie im vergangenen Monat verloren. Das Softwareunternehmen versucht mit einem Vorstandsumbau, wieder Oberwasser zu bekommen.

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          Die fortwährenden Turbulenzen bei TeamViewer haben ein erstes Opfer gefordert. Das Softwareunternehmen, das mit seinen Lösungen für die Fernwartung von Computern und Maschinen während der pandemiebedingten Lockdowns reüssiert hatte, kündigte am Sonntag an, den Vertrag seines Finanzvorstands Stefan Gaiser nicht zu verlängern. „Im gegenseitigen Einvernehmen“ werde er das Unternehmen mit Ablauf des Vertrages im kommenden Jahr verlassen, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung.

          Die Entscheidung dürfte damit zusammenhängen, dass TeamViewer dieses Jahr zweimal die Prognose seiner Geschäftsentwicklung kappen musste. Seit Mitte September hat die Aktie des Unternehmens deshalb die Hälfte ihres Wertes verloren. Am Montag stieg sie im Laufe des Tages minimal an, notiert aber immer noch nahe bei ihrem Allzeittief von 13,44 Euro.

          Teure Sponsoring-Verträge

          Ob damit der richtige Verantwortliche geht, ist eine offene Frage. Neben der Tatsache, dass das Geschäft des Unternehmens nicht so stark wächst wie erhofft, trägt TeamViewer vor allem schwer an zwei teuren Sponsoring-Verträgen mit Manchester United und dem Formel-1-Team von Mercedes. Auf diese hin musste der Ausblick das erste Mal gekappt werden, was einen Sinkflug des Aktienkurses eingeleitet hatte, der seitdem andauerte. Im Gegensatz zu dem Gaisers verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag von Vorstandschef Oliver Steil. Er soll nun bis mindestens Oktober 2024 bleiben. Wie es in der Mitteilung weiter hieß, soll zudem ein neues Vorstandsressort für den Vertrieb geschaffen werden.

          Der 1974 im südbadischen Vogtsburg geborene Gaiser ist seit Sommer 2017 Finanzchef von TeamViewer. Er lebt in Freiburg. Vor TeamViewer war er für den amerikanischen Softwareanbieter Kofax sowie den Personalwirtschaftssoftware-Anbieter P&I als Finanzvorstand tätig. P&I war 2016 vom Finanzinvestor Permira übernommen worden, der Gaiser später zu TeamViewer lotste.

          Diesem hat Gaiser es auch zu verdanken, dass er in den vergangenen zwei Jahren im Windschatten von Steil der bestbezahlte Finanzchef in Dax und M-Dax war, obwohl TeamViewer im kleineren der beiden Indizes notiert ist. Er verdiente im Jahr 2020 36 und zuvor 21 Millionen Euro. Das Geld stammt von Permira. Der Finanzinvestor beteiligte die beiden Manager damit im Zuge des Börsengangs 2019 am Wertzuwachs des Unternehmens.

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