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Warentester warnen : So indiskret sind Dating-Apps

  • Aktualisiert am

Die Stiftung Warentest rät zur Vorsicht bei Datingapps. Bild: Picture-Alliance

Nur fünf von 44 überprüften Apps schützen die Daten ihrer Nutzer ausreichend, urteilt die Stiftung Warentest. Auch bei den großen Anbietern seien Informationen nicht sicher.

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          In Dating-Apps sind Geheimnisse nur selten gut aufgehoben. Viele solcher Apps plauderten Daten aus, kritisiert die Stiftung Warentest. Nur fünf von 44 untersuchten kostenlosen Apps seien akzeptabel, berichtete die Zeitschrift „test“ am Mittwoch aus ihrer jüngsten Ausgabe.

          Daten werten unnötig geteilt

          Für die Untersuchung nahmen die Prüfer das Datensendeverhalten und die Datenschutzerklärung unter die Lupe. Dabei fanden sie demnach viele Probleme, auch bei bekannten Anbietern wie Elite Partner, Parship oder Tinder. Ausgeplaudert werden dem Test zufolge Daten, die für die Nutzung der App eigentlich unnötig sind etwa Gerätedaten.

          Die Tester untersuchten auch Apps für Homosexuelle. Dort könne ein laxer Umgang sogar gefährlich werden. So sendet die auf homosexuelle Kunden ausgerichtete App Grindr schon beim ersten Start Stand­ortdaten. In schwulenfeindlichen Ländern könne dies bedrohlich werden.

          Viele Apps teilten ihre Daten mit Dritten, berichten die Warentester. Dabei verliere der Nutzer schnell die Kontrolle und es sei häufig unklar, wo die Daten überall landeten. Zu diesen dritten Parteien gehören laut „test“ große Werbefirmen, die gekoppelt mit einer Gerätekennung des Smartphones Nutzer­profile bilden können oder auch das soziale Netzwerk Facebook.

          Das Konto zu löschen, helfe mitunter wenig: Auch wer aussteige, müsse wissen, dass seine Daten bei den Anbietern mitunter für die Ewigkeit archiviert seien.

          AFP

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