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Spiele-Boom in der Krise : Nintendo mit sattem Plus

  • Aktualisiert am

Der Videospielcharakter Super Mario von Nintendo Bild: Reuters

Videospiele haben in der Corona-Krise einen regelrechten Boom erfahren. Der japanische Anbieter Nintendo hat seinen Betriebsgewinn gar verfünffacht.

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          In der Corona-Krise an die heimische Couch gefesselte Jugendliche und Erwachsene haben Nintendo zu einem unerwarteten Boom verholfen. Der japanische Videospieleanbieter verfünffachte seinen Betriebsgewinn im abgelaufenen Quartal auf umgerechnet 1,16 Milliarden Euro – etwa das Doppelte von dem, was Analysten erwartet hatten.

          Die Nachfrage nach der Konsole Switch sowie Spielen wie „Animal Crossing“ und der Klassiker-Fortsetzung „Mario Kart 8 Deluxe“ schnellte mit Ausbruch der Pandemie in die Höhe, weil viel mehr Menschen wegen Ausgangssperren und geschlossenen Schulen ihre Zeit zu Hause verbrachten.

          Nintendo verkaufte von April bis Juni 5,7 Millionen Switch-Konsolen. „Diese Zahl ist noch beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Konsole während des gesamten Quartals in allen Märkten sehr schwer zu bekommen war“, sagte der Gründer des Spielbranche-Beraters Kantan Games, Serkan Toto.

          Unternehmenschef Shuntaro Furukawa bezeichnete in der Vergangenheit den Erfolg in der Corona-Krise als kurzlebig und hält an der Verkaufsprognose für die Switch-Konsolen von 19 Millionen im Geschäftsjahr fest. Auch Rivale Sony profitierte zuletzt von der gestiegenen Nachfrage nach Spielen, die zum Jahresende von der Markteinführung der neuen Playstation noch mal angeschoben werden dürfte.

          Nintendo kam wie Sony zu Gute, dass immer mehr Nutzer ihre Spiele digital herunterladen. Der Umsatz mit Spiele-Downloads verdreifachte sich im ersten Geschäftsquartal, was Nintendo neue Kunden einbrachte und der Marge half.

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